Springe zum Inhalt

Wie heißt der dritte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria."

Was ist der Kern des dritten Glaubenssatzes ?

Im dritten Glaubenssatz bekennen wir, dass unser Erlöser wahrer Mensch ist. Der Sohn Gottes ist Mensch geworden. Er hat zu seiner Gottheit noch eine zweite Natur angenommen, die Menschheit. Nur so konnte er leidend und sterbend die Welt erlösen.

Wozu ist der Sohn Gottes Mensch geworden ?

Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um uns zu erlösen.

Was heißt das: Der Sohn Gottes ist Mensch geworden ?

Der Sohn Gottes ist Mensch geworden heißt: Er hat wie wir Menschen einen Leib und eine Seele angenommen.

Wer ist also Jesus Christus ?

Jesus Christus ist also der Gott-Mensch, wahrer Gott und wahrer Mensch. Wahrer Gott ist er von Ewigkeit her, wahrer Mensch seit der Menschwerdung. Jesus Christus hat also zwei Naturen: die göttliche, weil er Gott ist, die menschliche, weil er Mensch ist.

Wer ist die Mutter Jesu ?

Die Mutter Jesu ist die reinste Jungfrau Maria. Sie wird Mutter Gottes genannt, weil ihr Sohn wahrer Gott ist.

Warum ist Maria auch unsere Mutter ?

Maria ist auch unsere Mutter, weil wir als Kinder Gottes Brüder und Schwestern Christi sind und weil Jesus selbst sie uns zur Mutter gab. Er sprach am Kreuz zu Maria: "Frau, siehe, dein Sohn !" Und zu Johannes sprach er: "Siehe, deiner Mutter !"

Wer ist der heilige Josef ?

Der heilige Josef ist der Nähr- und Pflegevater Jesu. Er ist also nicht der eigentliche Vater Jesu. Das ist der himmlische Vater. Als der zwölfjährige Jesus von Maria und Josef im Tempel wieder gefunden wurde, sagte er zu ihnen: "Wußtet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört ?"

Woher wissen wir, dass Jesus unser Erlöser ist ?

Dass Jesus unser Erlöser ist, wissen wir erstens, weil Gott es durch den Engel dem heiligen Josef verkündet hat; zweitens, weil Christus es selbst gesagt hat; drittens, weil sich nur an ihm die Weissagungen und Vorbilder über die Erlösung erfüllt haben. Zum heiligen Josef sprach der Engel: "Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen." (Mt 1,21). Von sich selbst sagte Christus: "Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist." (Lk 19,10). Die Propheten haben die Geburt des Erlösers, seine Wunder, sein Leiden und Sterben und seine Auferstehung geweissagt (vgl. Jes 7,14; Mich 5,2; Gen 49,10; Jes 35,5f.; Jes 11,10)

Kann die geschichtliche Existenz Jesu Christi sicher bezeugt werden ?

Die geschichtliche Existenz Jesu Christi wird nicht bloß durch christliche, sondern auch durch nichtchristliche Schriftsteller, bei denen der Verdacht der Fälschung von vornherein ausgeschlossen ist, sicher bezeugt. So berichtet z.B. Tacitus (53-120) von "Christus, der unter Pontius Pilatus hingerichtet wurde." Auch Sueton erwähnt um 120, dass es unter den Juden wegen Christus zu heftigen Auseinandersetzungen kam. Plinius der Jüngere schreibt um 112, dass die Christen "an einem festgesetzten Tag vor Tagesanbruch zusammenkommen und Christus wie einem Gott ein Loblied singen." Aber nicht nur heidnische, sondern auch jüdische Schriftsteller wie Flavius Josephus belegen eindeutig die geschichtliche Existenz Jesu Christi.

Wie heißt der zweite Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"Ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn."

Was ist der Kern des zweiten Glaubenssatzes ?

Im zweiten Glaubenssatz bekennen wir, dass Jesus Christus wahrer Gott ist. Der Glaube an die Gottheit Jesu Christi steht im Mittelpunkt der ganzen christlichen Religion. Christus ist nicht bloß der größte Gelehrte, der größte Menschenfreund und der größte Heilige; er ist unendlich mehr: Er ist Gottes wesensgleicher Sohn, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott.

Wer ist Jesus Christus ?

Jesus Christus ist der wahre Sohn Gottes, unser Erlöser und Heiland. Der Name "Jesus" bedeutet: "Gott rettet". Gott selbst ließ durch den Engel dem heiligen Josef sagen: "Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen." (Mt 1,21) Der Name "Christus" bedeutet: "Gesalbter". Gesalbt wurden im Alten Bund Propheten, Priester und Könige. Jesus ist der größte Prophet, der göttliche Hohepriester und der König der Könige.

Wer sagt uns, dass Jesus Christus wahrer Gott ist ?

Dass Jesus Christus wahrer Gott ist, sagen uns die Propheten und Apostel, der himmlische Vater und Jesus selbst. Der Prophet Jesaja sagt: "Gott selbst wird kommen und euch erretten." (Jes 35,4). Der Apostel Petrus bekennt: "Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes !" (Mt 16,16).

Gott Vater rief bei der Taufe Jesu im Jordan vom Himmel: "Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe" (Mt 3,17). Jesus bezeugte seine Gottheit durch seine Worte und seine Wundertaten. Als der Hohepriester zu Jesus sagte: "Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, sag uns: Bist du der Messias, der Sohn Gottes?" antwortete Jesus: "Du hast es gesagt." (Mt 26, 63-64).

Wie hat Jesus bewiesen, dass er wahrer Gott ist ?

Dass Jesus wahrer Gott ist, hat er bewiesen erstens durch seine Wunder, zweitens durch seine Weissagungen und drittens durch sein heiliges Leben.

Inwiefern zeigen die Wunder, dass Jesus wahrer Gott ist ?

Jesus hat sehr viele Wunder gewirkt, und zwar aus eigener Kraft. So zeigte er sich als Herr über die Natur (Brotvermehrung, wunderbarer Fischfang, Sturmstillung), als Herr über Krankheiten (Heilung von Blinden, Lahmen und Aussätzigen), als Herr über den Tod (Auferweckung des Jünglings von Nain, der Tochter des Jairus und des Lazarus) und als Herr über die bösen Geister (Heilung eines Besessenen von Gerasa).

Inwiefern zeigen die Weissagungen, dass Jesus wahrer Gott ist ?

Jesus waren die dunkelsten Geheimnisse bekannt. Aus eigenem Wissen sagte er z.B. die Verleugnung des Petrus voraus, den Verrat des Judas, sein Leiden und seine Auferstehung, die Zerstörung von Jerusalem. Er kannte die Herzensgeheimnisse der Menschen und alle ihre Gedanken.

Inwiefern zeigt sein heiliges Leben, dass Jesus wahrer Gott ist ?

Er konnte seinen Feinden sagen: "Wer von euch kann mir eine Sünde nachweisen ?" (Joh 8,46) Wir finden nichts in seinem Leben, was nicht heilig und göttlich ist.

Welches ist der größte Beweis für die Gottheit Jesu ?

Der größte Beweis für die Gottheit Jesu ist seine glorreiche Auferstehung von den Toten. Diese ist durch zuverlässige Zeugen einwandfrei bewiesen. Die Apostel waren Augen- und Ohrenzeugen. Sie besiegelten ihr Zeugnis mit ihrem Blut.

Das Apostolische Glaubensbekenntnis

LateinischDeutsch
Credo in Deum,
Patrem omnipotentem,
Creatorem caeli et terrae.

Et in Iesum Christum,
Filium eius unicum, Dominum nostrum:
qui conceptus est de Spiritu Sancto,
natus ex Maria Virgine,
passus sub Pontio Pilato,
crucifixus, mortuus, et sepultus,
descendit ad inferos:
tertia die resurrexit a mortuis;
ascendit ad caelos;
sedet ad dexteram Dei Patris omnipotentis:
inde venturus est
iudicare vivos et mortuos.

Credo in Spiritum Sanctum,
sanctam Ecclesiam catholicam,
Sanctorum communionem,
remissionem peccatorum,
carnis resurrectionem,
vitam aeternam.
Amen.
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen

In den untergeordneten Beiträgen wird jeder einzelne Glaubenssatz erklärt und vertieft.

Wie heißt der erste Glaubenssatz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Woher wissen wir, dass es einen Gott gibt ?

Dass es einen Gott gibt, wissen wir erstens aus der sichtbaren Welt, zweitens aus der Stimme des Gewissens und drittens aus der Offenbarung.

Gibt es mehr als einen Gott ?

Nein, es gibt nur einen Gott. In Gott sind drei Personen: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Jede dieser drei Personen ist wahrer Gott und doch gibt es nur einen Gott. Dies ist ein großes Geheimnis.

Warum nennen wir Gott den "Schöpfer des Himmels und der Erde" ?

Wir nennen Gott den "Schöpfer des Himmels und der Erde", weil er die unsichtbare und die sichtbare Welt aus dem nichts erschaffen hat. Gott hat alles zu seiner Ehre und unserem Wohl erschaffen. Gott erhält und regiert seine Schöpfung, dies nennt man "göttliche Vorsehung".

Welche Eigenschaften hat Gott ?

Gott ist ewig, d.h. Gott ist immer gewesen und wird immer sein. Gott ist unveränderlich, d.h. Gott ist immer gleich und ändert seine Pläne nicht. Gott ist allgegenwärtig, d.h. Gott ist überall, im Himmel und auf der Erde. Gott ist allwissend, d.h. Gott weiß alles, auch was wir denken und wollen. Gott ist allmächtig, d.h. Gott kann alles machen, was er will. Gott ist allweise, d.h. Gott versteht alles so zu fügen und zu lenken, wie es am besten ist. Gott ist heilig, d.h. Gott liebt das Gute und hasst das Böse. Gott ist gerecht, d.h. Gott belohnt die Guten und bestraft die Bösen, wie es jeder verdient. Gott ist wahrhaft, d.h. Gott spricht nur die Wahrheit, er kann nicht irren und nicht lügen. Gott ist treu, d.h.: Gott hält, was er verspricht und führt aus, was er androht. Gott ist gütig, d.h. Gott ist voll Liebe zu uns und schenkt uns unzählige Wohltaten. Gott ist barmherzig, d.h. Gott hat Erbarmen mit unserer Not und verzeiht dem Sünder, wenn er sich bekehrt.

Warum lässt Gott die Leiden zu ?

Gott lässt die Leiden zu, um uns erstens zu strafen und zu bessern und zweitens um uns zu prüfen und im Himmel reicher zu belohnen.

Warum lässt Gott die Sünde zu ?

Gott lässt die Sünde zu, weil er dem Menschen erstens den freien Willen lässt, auch wenn er ihn missbraucht und zweitens weil er auch Böses zum Guten lenken kann.

Was sind die Engel ?

Die Engel sind reine Geister mit großem Verstand und großer Kraft. Am Anfang waren alle Engel gut und glücklich und hatten die heiligmachende Gnade. Doch viele haben, mit Luzifer an der Spitze, gesündigt und sind dafür in die Hölle gestürzt worden. Die guten Engel beschützen uns an Leib und Seele, sie mahnen uns zum Guten und beten für uns bei Gott. Der Schutzengel erwartet von uns, dass wir an ihn denken, zu ihm beten und ihm folgen. Die bösen Geister hingegen versuchen uns an Leib und Seele zu schaden und uns in die Hölle zu bringen. Wir können uns gegen sie schützen durch Wachsamkeit und Gebet.

Was sind die Menschen ?

Gott schuf aus der Erde den Leib und hauchte dem Menschen eine unsterbliche Seele ein. Der Mensch ist Gott ähnlich durch seine geistige Seele und durch die göttliche Gnade. Vor dem Sündenfall war der Mensch heilig und Erbe des Himmels, vollkommen an Körper und Geist, glücklich im Paradies ohne Leiden und Tod sowie ohne Neigung zum Bösen. Doch die ersten Menschen sind nicht so geblieben, wie Gott sie erschaffen hat. Sie haben gesündigt und sind von Gott dafür bestraft worden. Nach dem Sündenfall waren sie nicht mehr heilig, sie waren an Körper und Geist geschwächt, sie mussten das Paradies verlassen, viel leiden und einst sterben und ihr Herz war zum Bösen geneigt. Die Sünde Adams hat allen Menschen geschadet, weil die Schuld mit ihren bösen Folgen auf alle Menschen übergegangen ist. Diese Sünde heißt Erbsünde, weil wir sie nicht selbst begangen, sondern von Adam geerbt haben. Allein Maria ist vor der Erbsünde bewahrt worden, weil sie die Mutter Gottes ist. Durch den Sündenfall ging jedoch nicht alle Hoffnung auf den Himmel verloren. Gott versprach und sandte den Erlöser Jesus Christus.

Was heißt christlich glauben ?

Christlich glauben heißt, alles für wahr halten, was Gott gesagt hat.

Warum müssen wir alles glauben, was Gott geoffenbart hat ?

Wir müssen alles glauben, was Gott geoffenbart hat, weil Gott nicht irren und nicht lügen kann.

Durch wen hat uns Gott geoffenbart, was wir glauben müssen ?

Was mir glauben müssen hat uns Gott geoffenbart erstens im Alten Testament durch die Patriarchen und Propheten und zweitens im Neuen Testament durch seinen Sohn Jesus Christus und die Apostel.

Wo finden wir alles, was Gott geoffenbart hat ?

Alles, was Gott geoffenbart hat, finden wir in der Hl. Überlieferung und in der Hl. Schrift.

Was enthält die Heilige Überlieferung ?

Die Hl. Überlieferung enthält die mündlich mitgeteilten Wahrheiten, die Christus und die Apostel der Kirche geoffenbart und zu lehren befohlen haben. Diese ist später in das Neue Testament eingegangen und war somit zeitlich vor dem Neuen Testament. Die Hl. Überlieferung umfasste inhaltlich wesentlich mehr Mitteilungen als im Neuen Testament festgehalten sind, denn Jesus Christus hat in der Zeit seines öffentlichen Wirkens viel mehr gesagt und getan als aufgeschrieben ist.

Was enthält die Hl. Schrift ?

Die Hl. Schrift enthält jene Schriften des Alten und Neuen Testamentes, die unter Eingebung des Heiligen Geistes geschrieben wurden: sie enthält das Wort Gottes.

Wer lehrt uns, was Gott geoffenbart hat ?

Was Gott geoffenbart hat, lehrt uns die katholische Kirche. Der Papst als Stellvertreter Christi auf Erden und als Nachfolger des heiligen Apostels Petrus bzw. der Papst und alle Bischöfe auf einem Konzil bilden das höchste und maßgebliche Lehramt der Kirche.

Inwiefern besteht ein Zusammenhang zwischen Hl. Überlieferung, Hl. Schrift und Lehramt ?

Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt: " Die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift sind eng miteinander verbunden und haben aneinander Anteil. Demselben göttlichen Quell entspringend, fließen beide gewissermaßen in eins zusammen und streben demselben Ziel zu. [...] So ergibt sich, dass die Kirche ihre Gewissheit über alles Geoffenbarte nicht aus der Heiligen Schrift allein schöpft. Daher sollen beide mit gleicher Liebe und Achtung angenommen und verehrt werden." (DV 9) "Die Aufgabe aber, das geschriebene oder überlieferte Wort Gottes verbindlich zu erklären, ist nur dem lebendigen Lehramt der Kirche anvertraut, dessen Vollmacht im Namen Jesu Christi ausgeübt wird." [...] "Es zeigt sich also, dass die Heilige Überlieferung, die Heilige Schrift und das Lehramt der Kirche gemäß dem weisen Ratschluss Gottes so miteinander verknüpft und einander zugesellt sind, dass keines ohne die anderen besteht und dass alle zusammen, jedes auf seine Art, durch das Tun des einen Heiligen Geistes wirksam dem Heil der Seelen dienen." (DV 10)

Können wir ohne Glauben selig werden ?

Wir können ohne Glauben nicht selig werden, weil wir allein unser ewiges Glück nicht finden und ohne Glauben Gott nicht gefallen können.

Wie lauten die zwölf Glaubenssätze des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

1. Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. 2. und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn. 3. empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria. 4. gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben. 5. hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten. 6. aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. 7. von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten. 8. Ich glaube an den Heiligen Geist. 9. die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen. 10. Vergebung der Sünden. 11. Auferstehung der Toten. 12. und das ewige Leben.

Was bedeutet Einheit Gottes ?

Einheit Gottes bedeutet, dass es nur einen Gott gibt.

Was bedeutet Dreifaltigkeit Gottes ?

Dreifaltigkeit bedeutet, dass in Gott drei gleich vollkommene, untereinander real (= wirklich) verschiedene Personen sind: Vater, Sohn, Heiliger Geist.

Was bedeutet drei real verschiedene Personen ?

Drei real verschiedene Personen bedeutet, dass in Gott eine Person nicht die andere ist, wenn auch alle drei ein einziger Gott sind.

Begreifen wir, wie die drei göttlichen Personen nur ein einziger Gott sind, obgleich sie untereinander real verschieden sind ?

Nein, wir begreifen nicht, wie die drei göttlichen Personen, obgleich untereinander real verschieden, nur ein einziger Gott sind: Es ist ein großes Geheimnis.

Welche sind die Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit?

Die erste Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ist der Vater, die zweite Person der Sohn und die dritte Person der Heilige Geist.

Warum ist der Vater die erste Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ?

Der Vater ist die erste Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, weil er aus keiner anderen Person hervorgeht und weil aus ihm die beiden anderen Personen, der Sohn und der Heilige Geist, hervorgehen.

Warum ist der Sohn die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ?

Der Sohn ist die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, weil er vom Vater gezeugt und zusammen mit dem Vater der Ursprung des Heiligen Geistes ist.

Warum ist der Heilige Geist die dritte Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ?

Der Heilige Geist ist die dritte Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, weil er aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht.

Ist jede Person der Heiligsten Dreifaltigkeit Gott ?

Ja, jede Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ist wahrer Gott.

Wenn jede göttliche Person Gott ist, sind dann die drei göttlichen Personen drei Götter ?

Nein, die drei göttlichen Personen sind nicht drei Götter, sondern ein einziger Gott, weil sie die gleiche einzige göttliche Natur oder einzige göttliche Substanz in völlig gleicher Vollkommenheit besitzen.

Sind die drei göttlichen Personen ebenbürtig oder ist eine von ihnen größer, mächtiger und weiser ?

Nein, die drei göttlichen Personen sind, weil nur ein Gott, in allem ebenbürtig und besitzen auch gemeinsam jede Vollkommenheit und Tätigkeit, obgleich gewisse Vollkommenheiten und die entsprechenden Werke mehr der einen Person als der anderen zugeschrieben werden, wie die Allmacht und die Schöpfung dem Vater.

War aber nicht der Vater vor dem Sohn und dem Heiligen Geist ?

Nein, der Vater war nicht vor dem Sohn und dem Heiligen Geist, da die drei göttlichen Personen gleich ewig sind, weil sie ja die einzige göttliche Natur gemeinsam haben, die ewig ist.

Wie drücken wir dieses grundlegende Glaubensgeheimnis immer wieder aus ?

Wir drücken dieses grundlegende Glaubensgeheimnis immer wieder aus, indem wir das Kreuzzeichen machen. Dies ist sinnvoll vor und nach jedem religiösen Akt, vor und nach dem Essen und Ruhen und in den Gefahren der Seele und des Leibes. Denn das andächtige Kreuzzeichen ist ein äußerlicher Glaubensakt, der in uns die Tugend belebt, die Menschenfurcht und die Versuchungen überwindet und uns Gnade erlangt von Gott.

Die zwei Quellen der katholischen Glaubenslehre

1. Die heilige Überlieferung

2. Die heilige Schrift

Die sechs Grundwahrheiten unseres heiligen Glaubens

1. Es ist ein Gott.

2. Gott ist ein gerechter Richter, der das Gute belohnt und das Böse bestraft.

3. In Gott sind drei Personen: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

4. Die zweite göttliche Person ist Mensch geworden, damit er uns am Kreuz erlöse und ewig selig mache.

5. Die Seele des Menschen ist unsterblich.

6. Ohne die Gnade Gottes können wir nicht selig werden.

Die zwei Hauptarten der Gnade

1. Die heiligmachende Gnade

2. Die helfende Gnade

Die zwei Gebote der Liebe

1. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzem Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus

deinem ganzen Gemüte und aus allen deinen Kräften.

2. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Die zehn Gebote Gottes

Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Sklavenhaus, aus Ägypten, herausgeführt hat.

1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

3. Gedenke, dass du den Sabbat heiligst.

4. Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergeht und du lange lebst auf Erden.

5. Du sollst nicht töten.

6. Du sollst nicht die Ehe brechen.

7. Du sollst nicht stehlen.

8. Du sollst kein falsches Zeugnis von dir geben wider deinem Nächsten.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Mann oder Frau.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut.

Die fünf Gebote der Kirche

1. Du sollst an Sonn- und Feiertagen der heiligen Messe andächtig beiwohnen.

2. Du sollst deine Sünden jährlich wenigstens einmal beichten.

3. Du sollst wenigstens zur österlichen Zeit sowie in Todesgefahr die heilige Kommunion empfangen.

4. Du sollst die gebotenen Feiertage halten.

5. Du sollst die gebotenen Fasttage halten.

Die sieben Sakramente

1. Die heilige Taufe 2. Die heilige Firmung 3. Die heilige Eucharistie 4. Die heilige Beichte

5. Die heilige Krankensalbung 6. Die heilige Priesterweihe 7. Die heilige Ehe

Die sieben Gaben des Heiligen Geistes

1. Weisheit 2. Verstand 3. Rat 4. Stärke 5. Erkenntnis 6. Frömmigkeit 7. Gottesfurcht

Die zwölf Früchte des Heiligen Geistes

1. Liebe 2. Freude 3. Friede 4. Geduld 5. Freundlichkeit 6. Güte 7. Langmut 8. Sanftmut

9. Treue 10. Bescheidenheit 11. Selbstbeherrschung 12. Keuschheit

Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit

1. Die Hungrigen speisen

2. Die Durstigen tränken

3. Die Nackten bekleiden

4. Die Fremden beherbergen

5. Die Gefangenen besuchen

6. Die Kranken besuchen

7. Die Toten begraben

Die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit

1. Die Zweifelnden beraten

2. Die Unwissenden belehren

3. Die Sünder zurechtweisen

4. Die Trauernden trösten

5. Erlittenes Unrecht verzeihen

6. Die Lästigen geduldig ertragen

7. Für die Lebenden und Verstorbenen zu Gott beten

Die drei göttlichen Tugenden

1. Glaube 2. Hoffnung 3. Liebe

Die vier Kardinaltugenden

1. Klugheit 2. Gerechtigkeit 3. Mäßigkeit 4. Tapferkeit

Die sieben Haupttugenden

1. Demut 2. Bescheidenheit 3. Güte 4. Freigiebigkeit 5. Mäßigkeit 6. Keuschheit 7. Fleiß

Die sieben Hauptsünden

1. Stolz 2. Neid 3. Zorn 4. Geiz 5. Unmäßigkeit 6. Unkeuschheit 7. Trägheit

Die sieben Hauptsünden werden auch Wurzelsünden genannt. Sie beschreiben schlechte Charaktereigenschaften, aus denen alle anderen Sünden erwachsen. Sie dienen den Sünden damit bildlich gesprochen als Wurzeln.

Die sechs Sünden gegen den Heiligen Geist

1. Die Verzweiflung am Heil

2. Die vermessene Heilsgewissheit

3. Widerstand gegen die erkannte Wahrheit

4. Neid auf die Gnadengaben anderer

5. Verstocktheit in der Sünde

6. Unbußfertigkeit in der Stunde des Todes

Die vier himmelschreienden Sünden

1. Die vorsätzliche Tötung

2. Die widernatürliche Unzucht

3. Die Unterdrückung der Armen und Hilflosen

4. Die Vorenthaltung des gerechten Lohnes

Die fünf Teile der heiligen Beichte

1. Die Gewissenserforschung (besinnen)

2. Die Reue (bereuen)

3. Der Vorsatz (bessern)

4. Das Sündenbekenntnis (bekennen)

5. Die Genugtuung (büßen)

Die vier letzten Dinge

1. Tod 2. Gericht 3. Hölle 4. Himmel

Worin besteht der eigentliche Sinn des menschlichen Lebens ?

Wir Menschen sind auf dieser Erde, damit wir Gott erkennen, ihm in Liebe und Treue dienen, um das ewige Leben im Himmel zu erlangen.

Wie können wir Gott erkennen ?

Wir können Gott auf natürliche Weise und auf übernatürliche Weise erkennen.

Was ist natürliche Gotteserkenntnis ?

Jeder Mensch kann mittels seines Verstandes erkennen, dass Gott existiert. Sieht man sich z.B. die Natur an, so wird jeder vernünftig denkende Menschen zugeben müssen, dass die ungeheure Größe, die sinnvolle Ordnung und überwältigende Schönheit kein Produkt eines blinden Zufalls sein kann. Nur eine höhere Intelligenz kann all das Hochkomplizierte geplant und erschaffen haben. Um das zu erkennen, bedarf es nicht des Glaubens, sondern lediglich der Vernunft (vgl. Röm 1, 20).

Was ist übernatürliche Gotteserkenntnis ?

Wer und wie Gott ist und was er will, können wir Menschen nicht mit unserem Verstand allein erkennen. Deshalb hat sich uns Gott auf übernatürliche Weise offenbart. Gott hat zu uns gesprochen durch auserwählte Menschen in der Zeit des Alten Testamentes. Im Neuen Testament hat er sich uns mitgeteilt durch seinen Sohn Jesus Christus und die Apostel. Die Offenbarung Gottes ist abgeschlossen mit dem Tod des letzten Apostels. Die Quellen der Offenbarung sind die mündliche geistgewirkte Überlieferung der Kirche und die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes. Der Papst und die ihm gehorsamen Bischöfe legen die Offenbarung Gottes rechtmäßig aus. An all das, was Gott uns mitgeteilt hat und die Kirche lehrt, sollen wir glauben. Die sogenannten Privatoffenbarungen, die von Gott sind, enthalten grundsätzlich nichts, was Gott nicht bereits offenbart hätte. Dennoch können diese den Glauben fördern und stärken.

Wie können wir Gott in Liebe und Treue dienen ?

Wir können Gott in Liebe und Treue dienen, indem wir ihm vertrauen und an ihn glauben. Doch der Glaube für sich allein wäre tot, wenn er nicht auch Werke vorzuweisen hätte (vgl. Jak 2, 17). Wir sollen also den Glauben leben und in Werken der Gottes- und Nächstenliebe bezeugen. Gott gibt uns dazu seine Gnade.

Welche Hilfen gibt uns Gott auf dem Weg zum Himmel ?

Gott möchte, dass wir das Ziel des Lebens erreichen. Er weiß, dass wir in dieser Welt der Verführung ausgesetzt sind und gegen die Nachstellungen des Teufels kämpfen müssen. Deshalb schenkt er uns Hilfsmittel auf dem Weg zu ihm: z.B. die heiligmachende Gnade, die uns befähigt, im Heiligen Geist zu glauben, zu hoffen und zu lieben, die Heilige Schrift, die Gebote, die Sakramente, die Hirten der Kirche, den Beistand aller Engel und Heiligen oder die Gemeinschaft der Gläubigen in der Kirche.

Was ist der Himmel ?

Der Himmel ist das unvorstellbar schöne ewige Glück, beim dreifaltigen Gott in der Gemeinschaft aller Engel und Heiligen zu sein. Wir werden Gott schauen, wie er ist und alle lieben Menschen wiedersehen, sofern auch sie dieses Ziel erreicht haben. Der heilige Apostel Paulus sagt: "Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." (1 Kor 2, 9)

"Die Katechese ist mit dem ganzen Leben der Kirche eng verbunden. (...) Sie soll sich bemühen, bei den Gläubigen den Glauben an das unschätzbare Geschenk zu wecken und lebendig zu erhalten."  (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 7 und 983)

Die nachfolgenden Katechesen basieren auf der überlieferten katholischen Glaubenslehre, wie sie sich aus den Konzilien, der Heiligen Schrift und dem kirchlichen Lehramt ergibt. Der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) ist dabei in besonderer Weise maßgeblich.