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Deutsche Bischofskonferenz: Richtlinien zur Kommunionspendung (1971)

"Den Gläubigen ist es freigestellt, zwischen der Spendung in den Mund oder in die Hand zu wählen. (...) Sie mögen jene Form wählen, die ihnen persönlich als größere Hilfe zum andächtigen Empfang des Herrenleibes erscheint."

Römische Ritenkongregation: Schreiben an die Bischofskonferenzen (1969)

"Die neue Art des Kommunizierens darf nicht derart aufgedrängt werden, dass der traditionelle Brauch ausgeschlossen wird. (...) Die beiden Arten des Kommunizierens können ja auch ohne Schwierigkeiten in derselben liturgischen Feier nebeneinander bestehen. Dies soll deshalb beachtet werden, damit niemand im neuen Ritus einen Grund für die Verletzung seiner eigenen spirituellen Empfindsamkeit gegenüber der Eucharistie sieht und damit dieses Sakrament, das seinem Wesen nach Quelle und Grund der Einheit ist, nicht Anlass für Zwistigkeiten unter den Gläubigen wird."

Papst Johannes Paul II: "Über das Geheimnis und die Verehrung der heiligen Eucharistie"(1980)

"Es ist ein schmerzliches Problem, wenn mitunter die freie Wahl und der Wille jener nicht berücksichtigt werden, die auch dort, wo die Handkommunion amtlich gestattet ist, es vorziehen, ihrerseits die Mundkommunion zu wählen."

Papst Johannes Paul II: "Über das Geheimnis und die Verehrung der heiligen Eucharistie"(1980)

"Auf uns allen, die wir durch Gottes Gnade Diener der Eucharistie sind, lastet in besonderer Weise die Verantwortung für die Gedanken und Haltungen unserer Brüder und Schwestern, die unserer pastoralen Sorge anvertraut sind. Unsere Berufung ist es, vor allem durch das persönliche Beispiel jede gesunde Form von Verehrung für Christus zu wecken, der in diesem Sakrament der Liebe gegenwärtig ist und wirkt. Gott bewahre uns davor, anders zu handeln und die Frömmigkeit zu schwächen, indem wir uns verschiedene Ausdrucksformen des eucharistischen Kultes 'abgewöhnen', in denen eine vielleicht traditionelle, aber gesunde Frömmigkeit und vor allem jener 'Glaubenssinn' zum Ausdruck kommen, den das gesamte Volk Gottes besitzt, wie uns das II. Vatikanische Konzil in Erinnerung gerufen hat."

„Es kommt die Stunde, und sie ist jetzt da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden. Denn der Vater sucht solche Anbeter.“ (Joh 4,23)

Jesus verheißt den Jüngern seinen Geist: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch zur vollen Wahrheit führen.“ (Joh 16,13) „... und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er in Ewigkeit bei euch bleibe, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist.“ (Joh 14,16f.)

Eine solche Einheit ist nicht menschengemacht, weil sie von Gott gegeben ist. Was ist dann mit der Ökumene? Darf dann auch der Papst keine Initiativen in Richtung Ökumene ergreifen?

Unser heiliger Vater handelt hier nicht als Mensch wie die Vertreter der Ökumenischen Rates der Kirchen, sondern als Oberhaupt der von Christus gegründeten Kirche. Keinem ist die Zusage gegeben worden, dass er vor Irrtum in der Lehre bewahrt wird, außer dem Petrus (Papst). Daher hat das 1. Vatikanum die Unfehlbarkeit des Papstes als Dogma verkündet, wenn er in Ausübung seines Amtes „als oberster Hirt und Lehrer aller Christgläubigen, der seine Brüder im Glauben stärkt, eine Lehre über den Glauben oder die Sitten in einem endgültigen Akt verkündet“. (KKK 891)

Diese besondere Bedingung der katholischen Kirche wollen Vertreter anderer kirchlicher Gemeinschaften, vor allem des Protestantismus, nicht akzeptieren und verlangen, dass die katholische Kirche sie als gleichberechtigte Kirche anerkennt, damit sie sich zu Gesprächen mit Vertretern der katholischen Kirche bereitfinden.

Auch katholische Laien sind häufig dieser Auffassung, dass man die Vorbedingungen der Protestanten erfüllen müsse, damit Ökumene möglich werde. Diese Auffassung bedenkt nicht, dass sich die Protestanten unter Luthers Einfluss von der Kirche getrennt haben, nicht die Kirche von Luther. Um sich dafür zu rechtfertigen, stellt er den Papst als Kreatur Satans dar: „... was ist denn dein Papst, dass ich ihn feiern sollt?“ (zitiert aus einer Streitschrift, erschienen Anfang des 20. Jh. in Tirol)

Jeden gläubigen Katholiken müsste jedoch erschüttern, dass es in unserer Kirche Leute gibt, die die heilige Eucharistie als Mittel betrachten, sich mit den Protestanten wiederzuvereinigen. Dabei hat unser Hl. Vater in der Eucharistieenzyklika (vom Gründonnerstag dieses Jahres) eindeutig festgestellt, dass die Eucharistie ein Realsymbol ist: Was sie bezeichnet, ist sie auch: Zeichen der Einheit! Statt diese wichtige Basis des Gespräches anzuerkennen, werfen protestantische Christen dem Papst vor, er „ziehe Kreise“, d.h., er schotte die Kirche gegen andere Glaubensgemeinschaften ab, wie jüngst in einem „Wort zum Sonntag“ geschehen.

Man halte sich vor Augen: Die katholische Kirche soll keine Gesprächsbedingungen geltend machen, die protestantischen Christen tun es unentwegt.

Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang zu begreifen, dass Luther mit seinem Prinzip, dass man alles aus der hl. Schrift (sola-scriptura-Prinzip) beweisen müsse, das Papstamt absolut abgelehnt hat, d.h., er hat den Glaubensgehorsam aufgekündigt, zu dem wir als Gläubige verpflichtet sind.

Zum sola-scriptura-Prinzip ist folgendes zu beachten: Wenn wirklich nur die hl. Schrift als Glaubensgrundlage gelten soll, worauf berufen sich dann die evangelischen Mitchristen, wenn sie selbst annehmen, dass das Evangelium erst ab dem Jahre 70 n. Chr. schriftlich festgehalten wurde? Da nach ihrer Meinung in dieser Zeit schon keiner mehr wusste, was 40 Jahre vorher wirklich geschehen ist, wie kann dann diese Bibel die einzige Glaubensgrundlage sein? Was sind das dann für Texte, die in diesem Evangelium stehen?

Danken wir Gott dafür, dass wir in der katholischen Kirche als Glaubensgrundlage „Tradition und Schrift“ haben; denn bevor überhaupt etwas von den Aposteln aufgeschrieben worden ist, haben sie ihren gelebten Glauben weitergegeben. Und so hat es der Evangelist Lukas beabsichtigt: „... damit du die Zuverlässigkeit der Lehren, über die du unterwiesen worden bist, erkennen kannst.“ (Lk 1,4).

Das heißt nichts anderes, als dass vor jeder schriftlichen Festlegung der Glaube tradiert, überliefert, worden ist. Jesus hat vor seiner Himmelfahrt seine Jünger hinausgesandt mit dem Befehl: „Geht hin und macht alle Völker zu Jüngern und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was ich euch aufgetragen habe.“ (Mt 28,19f.)

Dazu der empfehlenswerte Lesehinweis:

  Achim Buckenmaier, Der gerettete Anfang. Schrift und Tradition in Israel und der Kirche. Verlag Urfeld, Bad Tölz 2002. ISBN 3-932857-24-0

(Kommentar des Geistlichen Leiters der Marianischen Liga)

Wie aus den vorangegangenen Katechesen ersichtlich ist, gehört das Papstamt zur göttlichen Verfassung der Kirche. Der Papst ist in der Kirche in herausragender Weise der Garant für die Wahrheit des heiligen katholischen Glaubens und damit für die Einheit der ganzen Kirche.  Gott Vater will durch seinen Sohn Jesus Christus im Heiligen Geist sein Reich ausbreiten, damit alle Menschen zum Heil gelangen.

Und genau das möchte sein Widersacher, der Satan, verhindern. Ihm ist sowohl die Wahrheit des katholischen Glaubens wie auch die Einheit der einen und einzigen Kirche ein Dorn im Auge. Als 'Vater der Lüge' kann er die Wahrheit Gottes nicht ertragen. Als 'Diabolus' muss er zwanghaft die Einheit zerstören. Als 'Affe Gottes' versucht er, eine andere Kirche zu begründen, in der die Unwahrheit und Uneinigkeit regieren soll. Und was ist ihm da willkommener, als die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche in ihren Grundfesten zu erschüttern? 

Der Gedanke, am Felsenfundament des heiligen Apostels Petrus und seiner Nachfolger anzusetzen, um am Hause Gottes zu rütteln, damit es schließlich zusammenstürze, entspricht seiner Beschränktheit und all derer, die seit etwa 2000 Jahren gegen den Papst und die katholische Kirche arbeiten. Denn sie haben eines vergessen: Sie arbeiten gegen den Sohn des allmächtigen Vaters, der im Heiligen Geist gesagt hat: "Simon, Simon, der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt. Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Brüder." (Lk 22, 31-32) "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen." (Mt 16,18)

Im Satan finden wir die Ursache für den Widerstand gegen das Papstamt. Leider hat er im Laufe der Kirchengeschichte viele Komplizen gefunden, die nicht nur von außen, sondern vor allem von innen gegen den Papst und alle papsttreuen Glieder der Kirche arbeiten. Dies ist das größte innerkirchliche Problem. Die Fragen zur Gewissenserforschung richten sich deshalb insbesondere an all diejenigen, die zur katholischen Kirche gehören, in ihr einen Dienst ausüben oder sogar ein Weiheamt innehaben:

  •          Wirke ich bewusst oder unbewusst daran mit, dass die Autorität des Papstes untergraben wird, indem ich nicht mehr von seiner einzigartigen Vorrangstellung und seiner obersten Hirten- und Lehrgewalt überzeugt bin?
  •          Sind mir seine Lehren, Predigten und Katechesen gleichgültig?
  •          Greife ich mir bewusst oder unbewusst von seinen Lehren, Predigten oder Katechesen nur das heraus, was meiner Ideenwelt entspricht?
  •         Tue ich bewusst oder unbewusst das Gegenteil von dem, was er unmissverständlich anordnet?
  •          Kann und will ich dem Papst überhaupt gehorchen?
  •          Stelle ich mein Gewissen über die Anweisungen des Papstes, ohne mein Gewissen kritisch zu hinterfragen und es - wie es meiner Pflicht entspricht - an der Lehre der Kirche auszubilden?
  •          Mache ich gerne Witze und rede abfällig über den Papst?
  •          Arbeite ich in der Öffentlichkeit durch Medien bewusst oder unbewusst gegen den Papst?
  •          Halte ich mich z.B. als Kardinal, Bischof, Theologieprofessor, Regens des Priesterseminars oder Pfarrer an meinen Treueeid oder das bei der Amtsübernahme abgelegte erweiterte Glaubensbekenntnis, in dem ich vor Gott und der Kirche u.a. Gehorsam gegenüber dem Papst versprochen habe?

Die katholische Kirche war, ist und bleibt genauso wie ihr Herr Jesus Christus und sein sichtbarer Stellvertreter auf Erden ein Stein des Anstoßes "denn nur durch die katholische Kirche Christi, die das allgemeine Hilfsmittel des Heiles ist, kann man Zutritt zu der ganzen Fülle der Heilsmittel haben." (Zweites Vatikanisches Konzil, Dekret über den Ökumenismus Nr. 3).

Gott behüte uns davor, dass wir bewusst oder unbewusst zu Gegnern seines Werkes werden.

Hat die Kirche Angst vor „Frauen-Power“? Ist es überhaupt nötig, dass die Glaubenskongregation im Mai 2004 ein eigenes Schreiben dazu verfasst hat?

Es geht nicht um die Verhinderung angemessener Rechte für Frauen, sondern um die Korrektur des Feminismus, der Männer als Feinde betrachtet, die von den Frauen besiegt werden müssten, und dies in misstrauischer und abwehrender Gegnerschaft. Das schädigt dann natürlich massiv die Familien, vor allem auch die Kinder.

Was sagt Papst Johannes Paul II. dazu?

„Die Ehe ist vom Schöpfer selbst und durch das Naturrecht eingesetzt und umfasst unbedingt die gegenseitige Ergänzung einer Frau und eines Mannes, die an Gottes schöpferischen Taten teilhaben, indem sie Kinder aufziehen. Die Ehe sichert das Überleben von Gesellschaft und Kultur und verdient zu Recht eine besondere und eigene rechtliche Anerkennung durch den Staat.“ (4.9.2004 in Castel Gandolfo)

Was hat „Ehe“ damit zu tun?

Der Feminismus vertritt die Auffassung, dass die sozialen Unterschiede zwischen Mann und Frau nur Ergebnis von Erziehung, also „anerzogene Rollen“ sind, „Gender“ genannt. Man behauptet, abgesehen von den rein biologischen Unterschieden, seien Mann und Frau in jeder Hinsicht gleich. Gegen diese Verwirrung in der Sicht des Menschen setzt die Kirche ihre Sicht, wonach alle Menschen als Person gleichwertig sind, aber als Mann und Frau nicht gleichartig, sondern auf gegenseitige Ergänzung angelegt. Diese Sicht, abgeleitet aus dem Schöpfungsbericht, wird inzwischen von den verschiedensten wissenschaftlichen Erkenntnissen bestätigt und ist Grundlage jeder gelungenen Ehe.

Welche Auswirkungen hat dies auf die Familie?

In der Anerkennung der Personwürde jedes Menschen liegt begründet, dass die Ehe eine lebenslange Personengemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau ist in gegenseitiger Ergänzung. Die Veränderung dieses ursprünglich von Gott so gedachten Verhältnisses zwischen Mann und Frau wird durch die Sünde des Menschen umgekehrt zur Beherrschung der Frau durch den Mann, also einem einseitigen Machtverhältnis. Wird also die Beziehung zu Gott zerstört, verschwindet auch jene Gleichheit, Achtung und Liebe, die für die Beziehung von Mann und Frau nach dem ursprünglichen Plan Gottes erforderlich sind.

Nun ist durch den Kreuzestod Jesu, des Sohnes Gottes, die ursprüngliche Ordnung im Verhältnis der Geschlechter wieder möglich. Warum werden Frauen in der Kirche dann nicht mit den gleichen Aufgaben betraut wie Männer?

Dies folgt aus der Verschiedenheit der Geschlechter, woraus sich auch ihre unterschiedlichen Aufgaben im Reich Gottes ergeben. Bereits im Alten Testament sieht Gott sein Verhältnis zum auserwählten Volk Israel als „Ehebund“, Gott ist Bräutigam, Israel Braut. Noch deutlicher wird dies im Neuen Testament, beginnend mit der Hochzeit zu Kana als Beginn der Gemeinde Jesu, der Kirche. Jesus selbst ist der Bräutigam, die Kirche die Braut. Dieses Verhältnis ist die Grundlage für das Sakrament der Ehe, in dem sich Jesu Bindung an die Kirche spiegelt im Verhältnis von Mann und Frau. So ist der Mann Symbol Gottes bzw. Jesu, die Frau Symbol der Kirche. Urbild der Kirche in ihrer Einstellung zum „göttlichen Bräutigam“ ist die Gottesmutter Maria, die deshalb in ihrer Haltung Vorbild sämtlicher Gläubigen ist, besonders aber Vorbild der Frauen. Deshalb spiegelt sich Jesus als „Vater der Kirche“ im männlichen Priester und seinem Dienst. Liebe und Hingabe der Kirche an ihren Bräutigam in Liebe und Dienst der Frauen, in ihrer geistigen Fähigkeit zur Mutterschaft.

Also zurück zu K(irche), K(üche), K(inder)?

Keineswegs! Frauen sollen den nur ihnen möglichen Beitrag in der Gesellschaft, auch an verantwortlicher Stelle, leisten, aber in Freiheit der Entscheidung und unter Beachtung ihrer besonderen Aufgaben in der Familie, wozu auch die staatliche Gesetzgebung ihren Beitrag zu leisten hätte. Der Papst sagt dazu: „Es wird einer Gesellschaft zur Ehre gereichen, wenn sie es der Mutter ermöglicht, sich ohne Behinderung ihrer freien Entscheidung, ohne psychologische oder praktische Diskriminierung und ohne Benachteiligung gegenüber Kolleginnen der Pflege und Erziehung ihrer Kinder je nach den verschiedenen Bedürfnissen ihres Alters zu widmen.“

Also Stärkung der Rechte und der Entscheidungsfreiheit der Frauen?

Ja, denn eine Förderung der Frauen vermenschlicht eine Gesellschaft. Jede Form des Geschlechterkampfes dagegen endet in Abkapselung und Rivalität und fördert die Ichbezogenheit und ein falsches Freiheitsverständnis.

Kongregation für die Sakramente und den Gottesdienst: Instruktion "Inaestimabile Donum" (1980)

"Der Gläubige, Ordenschrist oder Laie, der als außerordentlicher Kommunionhelfer beauftragt ist, darf die Kommunion nur dann austeilen, wenn Priester, Diakon oder Akolyth fehlen, wenn der Priester durch Krankheit oder wegen vorgeschrittenen Alters behindert ist oder wenn die zur Kommunion hinzutretenden Gläubigen so zahlreich sind, dass die Messfeier allzusehr in die Länge gezogen würde. Zu missbilligen ist daher das Verhalten jener Priester, die sich trotz ihrer Anwesenheit bei der Zelebration an der Austeilung der Kommunion nicht beteiligen und diese Aufgabe den Laien überlassen."

Instruktion zu einigen Fragen über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester (1997)

"Der ordentliche Kommunionspender ist der Bischof, der Priester und der Diakon, während außerordentlicher Kommunionspender sowohl der Akolyth ist als auch ein anderer dazu beauftragter Gläubiger. (...) Damit der außerordentliche Kommunionspender während der Eucharistiefeier die heilige Kommunion austeilen kann, ist es notwendig, dass entweder keine ordentlichen Kommunionspender anwesend sind oder dass diese, obzwar anwesend, wirklich verhindert sind. Er kann dieselbe Aufgabe auch ausüben, wenn wegen der besonders zahlreichen Teilnahme von Gläubigen, die die heilige Kommunion empfangen möchten, die Eucharistiefeier sich allzusehr in die Länge ziehen würde, weil zu wenige ordentliche Kommunionspender verfügbar sind. (...) Diese Aufgabe ist ersatzweise und außerordentlich (...). Um keine Verwirrung zu stiften, sind einige Praktiken zu vermeiden und abzuschaffen (...): der Kommunionempfang der Kommunionspender, als ob sie Konzelebranten wären; (...) der gewohnheitsmäßige Einsatz von außerordentlichen Kommunionspendern in der heiligen Messe unter willkürlicher Ausweitung des Begriffs der "zahlreichen Teilnahme".

Der erste Teil des Geheimnisses: Die Vision der Hölle

"Unsere Liebe Frau zeigte uns ein großes Feuermeer, das in der Tiefe der Erde zu sein schien. Eingetaucht in dieses Feuer sahen wir die Teufel und die Seelen, als seien es durchsichtige schwarze oder braune, glühende Kohlen in menschlicher Gestalt. Sie trieben im Feuer dahin, emporgeworfen von den Flammen, die aus ihnen selber zusammen mit Rauchwolken hervorbrachen. Sie fielen nach allen Richtungen, wie Funken bei gewaltigen Bränden, ohne Schwere und Gleichgewicht, unter Schmerzensgeheul und Verzweiflungsschreie, die einen vor Entsetzen erbeben und erstarren ließen. Die Teufel waren gezeichnet durch eine schreckliche und grauenvolle Gestalt von scheußlichen, unbekannten Tieren, aber auch sie waren durchsichtig und schwarz."

(aufgezeichnet durch Schwester Lucia am 31. August 1941)

Der zweite Teil des Geheimnisses: Die Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens

"Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen. Um sie zu retten, will Gott in der Welt die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen begründen. Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet werden, und es wird Friede sein. Der Krieg wird ein Ende nehmen. Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XII.  ein anderer, schlimmerer beginnen. Wenn ihr eine Nacht von einem unbekannten Licht erhellt seht, dann wisst, dass dies das große Zeichen ist, das Gott euch gibt, dass er die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird. Um das zu verhüten, werde ich kommen, um die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden."

(aufgezeichnet durch Schwester Lucia am 31. August 1941)

Der dritte Teil des Geheimnisses: Der Aufruf zur Buße und der Leidensweg der Kirche

"Nach den zwei Teilen, die ich schon dargestellt habe, haben wir links von Unserer Lieben Frau etwas oberhalb einen Engel gesehen, der ein Feuerschwert in der linken Hand hielt; es sprühte Funken, und Flammen gingen von ihm aus, als sollten sie die Welt entzünden; doch die Flammen verlöschten, als sie mit dem Glanz in Berührung kamen, den Unsere Liebe Frau von ihrer rechten Hand auf ihn ausströmte; den Engel, der mit der rechten Hand auf die Erde zeigte und mit lauter Stimme rief: Buße, Buße, Buße ! Und wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist: 'etwas, das aussieht wie Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorübergehen', einen in Weiß gekleideten Bischof, 'wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater war', verschiedene andere Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen einen steilen Berg hinaufstiegen, auf dessen Gipfel sich ein großes Kreuz befand aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde. Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch eine große Stadt, die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt, von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete. Am Berg angekommen, kniete er zu Füßen des großen Kreuzes nieder. Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet, die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen. Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen. Unter den beiden Armen des Kreuzes waren zwei Engel, ein jeder hatte eine Gießkanne aus Kristall in der Hand. Darin sammelten sie das Blut der Märtyrer auf und tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten."

(aufgezeichnet durch Schwester Lucia am 3. Januar 1944)

Warum verfaßte der Papst dieses Lehrschreiben „Mulieris Dignitatem“?

Der Papst antwortet mit diesem Schreiben auf die Unsicherheiten, die in unserer Zeit Bild und Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft betreffen, auf die „Gleichmacherei“ der Geschlechter im Feminismus, auch dem theologischen, und auf die Abwertung dessen, was nur der Frau eigen ist: die Hervorbringung der jeweils nächsten Generation, das heißt ihrer Mutterschaft.

Was ist der gedankliche Ausgangspunkt seiner Überlegungen?

Etwas, was sie mit dem Mann gemeinsam hat: daß sie „Person“ ist, unverwechselbar und vernunftbegabt, einmalig in ihrem Menschsein, ihrer Würde als Mensch und der Art ihrer Aufgabe. Dadurch ist sie dem Mann gleichgestellt, aber nicht einfach gleich, sondern, wie der Mann auch, auf Ergänzung der Geschlechter angelegt und damit auf etwas, was nur sie geben kann.

Wie konnte es dann geschehen, daß es Verwirrung gibt über die Frau, ihr Personsein und ihre Bedeutung und dies in allen Völkern und Geschichtsepochen?

Dies ist eine Folge der Ursünde. Ursprünglich war die Beziehung der Geschlechter harmonisch in gegenseitiger Anerkennung und gemeinsamer Beziehung auf Gott, ihr Ziel. Weil aber die Freiheit ein Teil des Personseins ist, konnte der Mensch sich gegen Gott entscheiden und sich selbst zum „Maß aller Dinge“ machen. Die Ablehnung der Ordnung Gottes schlägt jedoch auf ihn zurück. Für die Frau bedeutet das, „nach dem Manne wird dich verlangen, er aber wird über dich herrschen“ (Gen 3,16). Das bedeutet die Ablehnung der Frau in ihrer Personwürde durch den Mann, gleichzeitig aber schädigt sich auch der Mann in seiner Würde als personales Abbild Gottes, und dies ist verbunden mit der Begierde, der „Neigung zur Verletzung jener sittlichen Ordnung, die der Vernunftnatur und moralischen Würde des Menschen als Person entspricht“, wie der Papst sagt. Dies alles bezieht sich nicht nur auf die Ehe, sondern auf alle Bereiche des sozialen Lebens, wo die Frau benachteiligt und diskriminiert wird - nur weil sie Frau ist.

Dies hört sich sehr endgültig an, gibt es keine Möglichkeit der Veränderung?

Es gibt sie, aber nicht dadurch, daß die Frau ihre Eigenart verleugnet oder aufgibt, um sozusagen der „perfektere Mann“ zu sein wie im Feminismus. Gott selbst gibt uns die vollkommene Frau als Vorbild und - wie Eva am Beginn unseres Unheils steht - beginnt mit dieser „neuen Frau“ unser Heil. Schon im Urevangelium sofort nach dem Sündenfall der Menschen wird die genannt, die „der Schlange den Kopf zertritt“, die Mutter unseres Befreiers Jesus Christus wird als Beginn des Heils versprochen, und zwar mit der Bezeichnung „die Frau“.  Dies hat einen tiefen Sinn auch für „die Frau“ als Geschlechtswesen. „Die Gegenüberstellung Eva - Maria läßt sich auch in diesem Sinn verstehen, daß Maria das Geheimnis der ‘Frau’, dessen Anfang Eva, die ‘Mutter aller Lebendigen’ ist, in sich aufnimmt und umfängt. Sie nimmt es vor allem auf und umfängt es im Geheimnis Christi, - des ‘neuen und zweiten Adam’ - der in seiner Person die Natur des ersten Adam aufgenommen hat.“ So der Papst in der Enzyklika.

Was heißt das konkret für uns Frauen?

Die biologische Mutterschaft ist nun eingebunden in die „Ordnung des Bundes“, den Gott durch die Mutterschaft Mariens in seinem Sohn mit den Menschen geschlossen hat. Hierdurch, aber auch durch die geistige Dimension der Elternschaft, die Erziehung, hat die Frau sogar Vorrang vor dem Mann, denn in beidem drückt sich „im personalen wie ethischen Sinn eine sehr bedeutende Kreativität der Frau aus, von der das Menschsein des neuen Menschen hauptsächlich abhängt.“ Diese geistige Dimension der Mutterschaft ist, im Licht des Evangeliums gesehen, auch „nicht aus Fleisch und Blut“ (vgl. Joh 4,24).  „Es sind in der Tat die von irdischen Müttern geborenen Kinder, die vom Sohn Gottes die Macht erhalten, ‘Kinder Gottes zu werden.’(Joh 1,12) ... Die Mutterschaft der Frau ist aus der Sicht der Geschichte jedes Menschen gleichsam die erste Schwelle, deren Überwindung auch Vorbedingung ist für ‘das Offenbarwerden der Söhne Gottes’.“ (vgl. Röm 8,19)

Was machen dann aber Frauen wie Männer, die kinderlos sind oder sogar bewußt ehelos leben? Geht deren Leben dann am Wesen von Frau - oder Mann - vorbei?

Da ergibt sich zunächst die Frage, was Menschen zu einem erfüllten Leben verhilft. Wodurch „finden“ zum Beispiel Eltern „sich“? Doch dadurch , daß sie sich gegenseitig „in aufrichtiger Hingabe als Person  annehmen“, die Bibel nennt dies „erkennen“, und daß sie in gleicher Weise die so entstehenden Kinder als Personen annehmen. „Selbstfindung“ besteht also in „Selbsthingabe“, beides ist letztlich im Personsein des Menschen begründet. „Jungfräulichkeit“ als „Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen“ entspricht im Grunde dieser gleichen Selbsthingabe, nur in einer anderen Dimension.  In der gnadenhaften Berufung zur Jungfräulichkeit lebt der Mensch, ob Frau oder Mann, diese Hingabe an seinen Erlöser Jesus Christus, dessen Ganzhingabe an uns Menschen „bis zur Vollendung“ der so Lebende durch die Hingabe seines Lebens erwidert. Hingabe aber ist eine besondere Fähigkeit der Frau, die dem Mann dadurch Vorbild wird. „Dies wird zur Voraussetzung geistiger Mutterschaft (und Vaterschaft) in der vielfältigsten Sorge um den Menschen.“ So der Papst.

Worauf zielt denn das Ganze ab? Was ist dann das eigentlich Wichtige - in Kirche und Gesellschaft?

Das einzig wichtige Ziel für alle ist die vollkommene Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen. Sie ist das Maß für alles und vergeht nie, während alles andere vergeht, wie Paulus sagt. Damit ist die Liebe das Eigentliche und die ihr zugehörige Ordnung, das, was allen Menschen zu leben aufgegeben ist. Liebe aber ist Hingabe, die Haltung Mariens, also die Haltung der „Frau als Urbild, sie ist Teilhabe am Geist Gottes, der Liebe ist.“ Die Frau ist aber ihrem Wesen nach besonders zur Hingabe der Liebe befähigt, damit auch in besonderem Maß zur Heiligkeit, und in dieser Hingabefähigkeit ist sie auch Vorbild für die Männer - besonders in der Kirche.

Kirche - das Stichwort! Wenn sie dem Wesen der Kirche bereits so entspricht, warum erhält sie nicht die Priesterweihe?

Sie hat eine andere Aufgabe als der Mann, sonst wäre Maria sicher die beste Priesterin gewesen. Aber sie zeigt auch am besten, was dem Wesen der Frau entspricht: das Akzeptieren ihrer Bestimmung, Mutter zu sein, und zwar in der doppelten Dimension der leiblichen und geistigen Mutterschaft als die Jungfrau-Mutter. Gleichzeitig wird auch die Bedingung dieser Mutterschaft deutlich, nämlich die Bereitschaft, sich leiblich und geistig von Gott in Dienst nehmen zu lassen in der Teilnahme an seinem Schöpfungs- und Erlösungswerk als Antwort auf ihn und seine Liebe, also in der Hingabe der eigenen Person. Maria ist Mutter in doppeltem Sinn. Sie hat nicht nur Jesus als „Haupt des Leibes“ der Kirche geboren, sondern ist auch als Jungfrau Mutter des gesamten Leibes, also aller Gläubigen. Geistig ist sie Urbild der Kirche, die dazu bestimmt ist, die durch den Heiligen Geist Jesus in den Seelen der an ihn Glaubenden hervorbringt. Dazu dienen alle Ämter und Aufgaben in der Kirche, die in der Hingabe Mariens ausgeführt werden müßten. Und hier liegt auch die besondere Aufgabe der Frau in der Kirche: Gott „Kinder zu schenken“, leiblich sowohl wie geistig, dazu bestimmt und von der Frau angeleitet, dem Sohn Gottes ähnlich zu werden. So wird sie wie Maria „Tür“ zu Gott, Eingang zur Kirche, Abbild, Hinweis und Vermittlerin der besonderen Liebe Gottes, die er jedem einzelnen Menschen personal und unverwechselbar entgegenbringt. Und hier schließt sich der Kreis. Das eigentliche Ziel des Menschen in seinem Leben ist die möglichst große Liebe zu Gott und zu seinen Mitmenschen durch Hingabe seiner Person. Hierzu muß er sich - wie Maria - von Gott in Dienst nehmen lassen, d.h. personale Hingabe. Und hier gibt es keinen Unterschied der Geschlechter, wohl aber eine besondere Bevorzugung und Beauftragung der Frauen in der „Ordnung der Liebe“, da dies ihrem Wesen besonders entspricht. Übrigens, im Himmel sind nicht die Hierarchen die Höchsten, sondern die, die am meisten geliebt haben: die Heiligen!

Wer sich noch fragt, ob die Ablehnung der feministischen Ausrichtung der kfd durch die Mitglieder der Marianischen Liga berechtigt ist, möge diesen Artikel mit oben genanntem Titel gebührend zur Kenntnis nehmen. Er sollte sich fragen, ob seine Kirchensteuer zur Unterstützung dieses "politischen Klubs" als "Förderung katholischer Aufgaben" seitens der DBK richtig eingesetzt wird.

Der Artikel entstammt der Zeitschrift "Neue Ordnung", die von Prof. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels als Chefredakteur in Trier herausgegeben wird. Sie umfaßt dort die Seiten 275 bis 286,  Jahrgang und Nummer der Ausgabe waren leider nicht festzustellen.