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Presseerklärung des Zusammenschlusses papsttreuer Vereinigungen e.V.:

Papst Benedikt XVI. und das Schifflein Petri

„Die Weisheit hat ihr Haus gebaut“ (Spr 9,1).

Wer über das Wesen des Pontifikates Papst Benedikt XVI. nachdenkt, kann einen Charakterzug nicht übersehen, der in dem biblischen Wort zum Ausdruck kommt: „Der Weisheit Fülle ist Gott fürchten“ (Sir 1,20; cf. Sir 19,18). Das äußere Merkmal der Gottesfurcht ist die Demut. Man wird lange suchen müssen, um in der Geschichte einen Papst zu finden, der allen Menschen mit so großer Demut und nahezu unendlicher Geduld die wesentlichen Lehren der göttlichen Weisheit nahegebracht hat wie er. Seine „Machtausübung“ bestand in dem beharrlichen Mahnen und Lehren, wie es der hl. Apostel Paulus seinen Schüler Timotheus gelehrt hat (2 Tim 4,2). Der Papst wußte: Was von den Hörenden nicht mit Verstand und Herz aufgenommen wird, kann nicht wirksam werden.

Wichtige Beispiele für die Kirche in Deutschland sind: der Aufruf zur „Entweltlichung“; die dem Kirchenrecht (CIC) entsprechende Verwendung der Kirchensteuergelder; die Verpflichtung, keine Geschäfte „mit dem Mammon“ zu machen; die Bitte an alle Priester und Ordensleute, gemäß ihrer gewählten Lebensform geistlich zu leben; die Ermahnung (adhortatio) zur korrekten Feier der hl. Eucharistie, was die authentische Übersetzung der Wandlungsworte einschließt, von den deutschen Bischöfen aber nach wie vor nicht befolgt wird. Diese wenigen Beispiele zeigen hinreichend, wie intensiv der Papst im Sinne des Apostels Paulus gedacht und gehandelt hat.

Benedikt XVI. hat sicher gemerkt, daß mancher der „unterstützenden Hilfe“ durch einen Befehl aus Rom bedurft hätte. Er hat geistige Anstöße gegeben, aber nicht wie unter Menschen üblich: Für seine „Belehrungen“ hat man ihn vielfach abgelehnt und gehaßt. Statt dessen sollte er dem Mainstream folgen und die sattsam bekannten Forderungen erfüllen: Frauendiakonat und -priesterweihe, Aufhebung des Zölibates, Anerkennung der Homo-Ehe, der Abtreibung etc. Sein geduldiges Lehren wurde als purer Machtmißbrauch desavouiert. Darunter hat er persönlich gelitten bis hin zum Kräfteverschleiß. Daher setzte er schließlich sein Vertrauen auf Gott: „Wie Petrus und die Jünger im Boot auf dem See von Galiläa wusste ich, der Herr ist im Boot, ja, es ist sein Boot. Er führt das Schiff der Kirche. Nichts kann diese Gewissheit verdunkeln.“ (Mittwochsaudienz vom 27. Februar 2013).

Das ist seine persönliche Stärke, mit der er die Brüder stärkt. Seine Würde bestand darin, der Versuchung zu widerstehen, sein Amt im weltlichen Sinne zu gebrauchen. Dafür sind wir ihm zu tiefem Dank verpflichtet; denn letztlich gibt er uns mit einem solchen Verhalten ein Beispiel und erinnert uns an das Wort Jesu: „Seid gewiß, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!“ Die Geschichte der Kirche ist voll solcher Ereignisse: Wenn das Schiff der Kirche zu sinken drohte, erhob sie nach einer Zeit der Verfolgung strahlender als vorher ihr Haupt, so daß ihre Feinde entsetzt zurückwichen.

Danke, Heiliger Vater, wir beten für Dich, segne uns!


Bonn, 27.02.2013


V.i.S.d.P. Reinhard Dörner, Vorsitzender

Stellungnahme des Zusammenschlusses papsttreuer Vereinigungen e.V. zum Dekret der deutschen Bischöfe über die Kirchensteuer:

Ohne Geld keine Gnade!

Welcher Unterschied besteht zur bisherigen Praxis gegenüber Personen, die die Kirche als Körperschaft des Öffentlichen Rechts verlassen haben? Formal hat sich das Dekret der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) vom 20.09.2012 an die Bestimmungen des Päpstlichen Rates vom 19. April 2006 angepasst, inhaltlich gibt es keinen Unterschied. Während bisher der Begriff "Exkommunikation" verwendet wurde, darf nach dem neuen Dekret "die aus der Kirche ausgetretene Person ... die Sakramente der Buße, Eucharistie, Firmung und Krankensalbung ... nicht empfangen". Immerhin hat man hier großzügiger Weise die Ausnahme "außer in Todesgefahr" gelten lassen.

Sakramente sind demnach käuflich: Wer Kirchensteuer zahlt, kann die Sakramente empfangen. Das widerlegt auch kein historischer Exkurs über die Herkunft der Kirchensteuer. Was die Bischöfe hier dekretiert haben, erinnert in fataler Weise an die Vorgänge aus der Zeit Luthers, der bekanntlich die Bindung von Gnadenzusagen der Kirche an Ablaßkäufe anprangerte. Dass die Bischöfe jetzt über Luther hinausgehen, indem sie Sakramente an Geldleistungen binden, verleiht diesem Akt eine eigene Brisanz.

In der Kirche ist es offensichtlich möglich, dass Häresien verbreitet werden, Theologen in Memoranden zum Ungehorsam gegen die Kirche, vor allem gegen den Papst aufrufen, Dialogprozesse göttliche Gebote - Verbot der Ehescheidung und Wiederverheiratung - nivellieren, sogenannt kirchliche Vereine im Schutzraum der Kirche gegen sie operieren: Verfehlungen gegen das Depositum Fidei, also gegen das Glaubensgut der Kirche fallen nicht unter den Maßnahmenkatalog der Deutschen Bischöfe. Nur die Verweigerung einzelner, aus Protest gegen Mißstände der genannten Art aus der Steuerzahlergemeinschaft der Kirche auszutreten, wird mit Sanktionen geahndet, die der Exkommunikation gleichzusetzen sind.

Was ist also der leitende Beweggrund der Deutschen Bischöfe? Der schnöde Mammon! Versöhnung mit der Kirche, wie es im gleichzeitig veröffentlichten Pastoralen Schreiben der DBK als Vorlage für die zuständigen Pfarrer heißt, bedeutet, sich wieder unter die Zahler einzureihen. Dazu bedarf es nicht des Bekenntnisses des Glaubens, es reicht die Zustimmung, in Zukunft ordentlich seine Kirchensteuer zu zahlen, um wieder als vollgültiges Mitglied der Kirche anerkannt zu sein.

"Es steht geschrieben: 'Mein Haus soll ein Haus des Gebetes genannt werden.' Ihr aber macht es zu einer Räuberhöhle." (Mt 21,13)

Bonn, 21.09.2012, am Fest des hl. Apostels Matthäus

V.i.S.d.P.:

Reinhard Dörner, Vorsitzender

Auszug aus "Kirche und Frau", Ausgabe Dezember 2011

Es reicht ja nicht, dass die angeblich „katholischen“ Frauenverbände seit Jahrzehnten nach dem Frauenpriestertum schreien und einen aggressiven Feminismus propagieren, dem es letztlich nur um die Wiederbelebung der alten heidnischen Fruchtbarkeitskulte geht. Bisher hat man seitens der katholischen Hierarchie hierzu eher geschwiegen und die Augen verschlossen.

Jetzt aber geht „frau“ direkt und ungeschminkt gegen das Evangelium und die Gebote Gottes vor.

Mit einer „Aktionswoche 2011“ des kfd-Bundesverbandes und einem „Positionspapier 'Frauen geben Kirche Zukunft'“ verlangt die kfd „Stärkung der Rechte von wiederverheirateten Geschiedenen“ in der Kirche. Nett umschrieben, aber was ist damit gemeint?

Die aktuelle Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „frau und mutter“ zitiert den Beitrag des Moraltheologen Prof. Eberhard Schockenhoff, Freiburg. Dieser verlangt die „volle Teilnahme am eucharistischen Mahl unter Einschluß des Kommunionempfangs für geschiedene und wiederverheiratete Menschen, die in der Kirche beheimatet sind“.- „Empörung und Unverständnis löse für viele Gläubige der Umstand aus, dass diese Menschen von Rechts wegen unterschiedslos und dauerhaft vom Zentrum des kirchlichen Lebens ausgeschlossen sein sollen.“ (zitiert nach: 7.12.2011 www.mv-online.de/lokales/kreis-steinfurt/nordwalde) Und natürlich folgen die kfd und ihre Frauen brav und völlig unkritisch dieser Marschroute, ja machen sogar lauthals dafür Propaganda, schließlich sagt dies ja ein „theologischer Fachmann“.

Würde „frau“ die Bibel kennen – und dies gilt in erster Linie für die Führungsebene der Frauenverbände – wüsste sie, dass die Äußerungen dieses Theologen-Herrn zwar recht populistisch und zeitgeist-passend sind, aber den Zehn Geboten Gottes und dem Wort Jesu direkt widersprechen.

Die Aussagen Jesu zur Ehe sind eindeutig: „ Wer seine Frau (oder seinen Mann!) aus der Ehe entlässt, liefert sie (ihn!) dem Ehebruch aus. - Wer seine Frau (oder seinen Mann!) aus der Ehe entlässt, bricht die Ehe. Und wer eine Entlassene (oder einen Entlassenen!) heiratet, bricht die Ehe.“

Ehebruch ist aber die schwerwiegende Tat gegen Gott und den Nächsten, die Gott im sechsten seiner zehn Gebote zum Heil des Menschen und zu seinem Wohl verbietet.

Wie kann man dann verlangen, dass Menschen, die objektiv in einem schwer sündhaften Zustand leben, den lebendigen Gott in der Eucharistie empfangen dürfen? Wie kann man verantworten, dass sie auf diese Weise ihrem sowieso schon schwer sündhaften Zustand noch eine weitere schwere Schuld hinzufügen: den „Gottesraub“? Das als „Barmherzigkeit“ auszugeben und zu bezeichnen, zeigt nur, wie weit solches Denken von Gott, seinen Geboten und der Lehre Jesu entfernt ist.

Und seit wann kann man die Gebote Gottes durch eine Frauenverbands-„Volksabstimmung“ ungültig machen?

Das alles wirft auch ein neues bestätigendes Schlaglicht auf den Zustand dieser Frauenverbände, die sich zwar „katholisch“ nennen, es aber schon seit langem nicht mehr sind. Sie haben sich schon seit Jahrzehnten zu „Verführerinnen-Verbänden“ entwickelt, die die Frauen gegen die Kirche aufhetzen und sie vom Glauben wegführen. Die angeblich so große Zahl ihrer Mitglieder verschärft nur das Problem und erhöht ihre Verantwortung. Schließlich erschöpfen sich deren Hauptaktivitäten in Kaffeekränzchen, Basteln und anderen Freizeitaktivitäten, wozu man nichts Katholisches benötigt. Gelegentliche „gestaltete“ Gottesdienste werden über Zeitungen und Internet als besonderes Ereignis verbreitet. Eine gediegene katholische Weiterbildung findet nicht statt, dazu taugen die obigen Aktivitäten nicht.

Was aber nicht mehr katholisch ist, sollte sich auch nicht mehr katholisch nennen dürfen und dazu noch reichlich Kirchensteuerunterstützung beziehen. Es steht jedem frei zu denken und zu tun, was ihm beliebt, aber dann sollte wenigstens das Etikett stimmen.

Deshalb schlage ich vor, dass sich die Frauenverbände umbenennen, etwa in „Humanistisch-neuheidnische Frauen-Gemeinschaft zur Förderung der Frauenherrschaft in Staat und Kirche in geselligen Freizeitaktivitäten e.V.“ auf ehrenamtlicher Basis.

Auf Kirchensteuermittel müssten ihre Führungsetagen allerdings dann verzichten. Wie lange sie danach wohl noch durchhalten?

Erklärung des "Forum Deutscher Katholiken":

Das Forum Deutscher Katholiken (Forum) kritisiert die katholische Frauengemeinschaft (kfd), wie aus einer Presseerklärung des Forums von Anfang Oktober hervorgeht. Die kfd startete demnach, wenige Tage nach dem Papstbesuch, eine bundesweite Unterschriftenaktion für die Zulassung geschiedener Wiederverheirateter zur Kommunion. (Siehe entsprechende Mitteilung auf der Homepage der kfd hier.)

Es solle also plebiszitär festgestellt werden, was in der Kirche zu gelten hat, so die Schlussfolgerung des Forums.

Die Initiative der kfd stelle eine Aufforderung zum Offenen Ungehorsam dar. Sie blende die Wahrheit Christi aus. Denn die Kirche verkünde in dieser Frage keine eigene Lehre, sondern eine geoffenbarte Wahrheit, über die sie nicht verfügen könne.

Das Forum verlangt nun eine Überprüfung durch die deutschen Bischöfe. Es sei Sache der Hirten einer Verwirrung über die Gültigkeit des Ehesakramentes entgegen zu treten, so die Erklärung.  Zudem sollten die Bischöfe prüfen, ob die kfd weiterhin die Bezeichnung "katholisch" führen könne.

kfd fordert "Zugang zu allen kirchlichen Ämtern"

Die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat ihr Programm auf der Delegiertenversammlung vom 12.-15. Mai 1999 aktualisiert. In ihren "Leitlinien `99" fordert sie: "Frauen soll der Zugang zu allen kirchlichen Ämtern offenstehen. (...) Handlungsschritte: die kfd führt in ihren Gruppen den theologisch sachkompetenten Dialog über diese Forderung fort. Die kfd initiiert und unterstützt Netzwerke, die sich für die Weihe von Frauen einsetzen."

Was ist davon zu halten ?

Die kfd betreibt mit dieser Forderung und den Handlungsschritten einen offenen Widerstand gegen das höchste Lehramt der Kirche. Papst Johannes Paul II. erklärte am 22. Mai 1994 unmißverständlich, "daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen endgültig an diese Entscheidung zu halten haben."

Argumentationshilfen: Gründe für die Männern vorbehaltene Priesterweihe

  • "Jesus, der Herr hat Männer gewählt, um das Kollegium der zwölf Apostel zu bilden" (Ordinatio Sacerdotalis Nr.4)
  • "Wenn Christus nur Männer zu seinen Aposteln berief, tat er dies völlig frei und unabhängig (...), ohne sich nach den herrschenden Sitten und nach der Gesetzgebung der Zeit gebilligten Traditionen zu richten" (KKK 1577)
  • Die Berufung durch Jesus Christus erfolgte "gemäß dem ewigen Plan Gottes: Christus erwählte die, die er wollte (vgl. Mk 3, 3-14; Joh 6, 70), und er tat das zusammen mit dem Vater "durch den Heiligen Geist" (Apg 1, 2), nachdem er die Nacht im Gebet verbracht hatte (Lk 6, 12). (Ordinatio Sacerdotalis Nr.2; vgl. Mulieris dignitatem Nr.26)
  • Der Priester, der die Vollmacht hat, das Opfer Christi in der Eucharistiefeier zu vollziehen, tut dies in der Person Christi, indem er seine Stelle einnimmt, so daß er sogar sein Abbild ist, wenn er die Worte der Konsekration ausspricht. Wie aber soll die Frau einen Mann abbilden ? (vgl. Inter Insigniores)
  • Im übrigen zeigt die Tatsache, daß Jesus Christus seine Mutter Maria nicht zum Apostelamt oder Priestertum berufen hat, "mit aller Klarheit, daß die Nichtzulassung der Frau zur Priesterweihe keine Minderung ihrer Würde und keine Diskriminierung ihr gegenüber bedeuten kann". (Ordinatio Sacerdotalis Nr.3)
  • "Niemand hat ein Recht darauf, das Sakrament der Weihe zu empfangen. Keiner maßt sich dieses Amt selbst an. Man muß dazu von Gott berufen sein. Wer Anzeichen wahrzunehmen glaubt, daß Gott ihn zum geweihten Dienst beruft, muß seinen Wunsch demütig der Autorität der Kirche unterbreiten, der die Verantwortung und das Recht zukommt, jemanden zum Empfang der Weihen zuzulassen." (KKK 1578)
  • Das Sakrament der Weihe beinhaltet drei Stufen: die Diakonen-, die Priester- und die Bischofsweihe. Wer eine der drei Weihestufen empfängt, hat Anteil an dem einen Weihesakrament, dem Empfang einer höheren Weihestufe steht theoretisch nichts im Weg. Deshalb können Frauen auch nicht zum Diakon geweiht werden. (KKK 1536)

kfd fordert "gleichwertige Anerkennung aller Lebensformen von Frauen"

Auf ihrer Delegiertenversammlung vom 12.–15. Mai 1999 fordert die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands auch, daß alle Lebensformen von Frauen, auch nichteheliche und gleichgeschlechtliche Partnerschaften, als gleichwertig anerkannt werden müßten.

Was ist davon zu halten ?

Diese Forderung steht im krassen Widerspruch zur katholischen Moral- und Sittenlehre und verstößt in grober Weise gegen die Ordnung Gottes und die Natur des Menschen.

Argumentationshilfen:

Zum Verhältnis von Mann und Frau in der Ordnung Gottes

  • "Gott schuf also den Menschen als sein Abbild. ... Als Mann und Frau schuf er sie." (Gen 1, 27)
  • "Seid fruchtbar, und vermehrt euch." (Gen 1, 28)
  • "Der Mann verläßt Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch" (Gen 2, 24)
  • "Du sollst nicht die Ehe brechen." (Ex 20, 14; Dtn 5, 18)
  • "Was Gott aber verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen." (Mt 19,6)

Zur Unzucht in nichtehelichen Partnerschaften

  • "Unzucht ist die körperliche Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau, die nicht miteinander verheiratet sind. Sie ist ein schwerer Verstoß gegen die Würde dieser Menschen und der menschlichen Geschlechtlichkeit selbst, die von Natur aus auf das Wohl der Ehegatten sowie auf die Zeugung und Erziehung von Kindern hingeordnet ist." (KKK 2353)
  • Die Sexualität, in welcher sich Mann und Frau einander schenken, ist den Eheleuten eigen und vorbehalten. (Familiaris Consortio Nr.11)
  • Der heilige Apostel Paulus sagt: "Der Leib ist nicht für die Unzucht da, sondern für den Herrn ..." (1 Kor 6, 13) "Hütet euch vor der Unzucht ! Jede andere Sünde, die der Mensch tut, bleibt außerhalb des Leibes. Wer aber Unzucht treibt, versündigt sich gegen den eigenen Leib." (1 Kor 6, 18)

Zur widernatürlichen Unzucht in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften

  • "Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, muß seine Geschlechtlichkeit anerkennen und annehmen. Die leibliche, moralische und geistige Verschiedenheit und gegenseitige Ergänzung sind auf die Güter der Ehe und auf die Entfaltung des Familienlebens hingeordnet." (KKK 2333)
  • Homosexualität ist eine schwere Sünde und etwas in sich Schlechtes. Sie verstößt gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Homosexuelle Partnerschaften können daher niemals anerkannt werden. Jedoch ist einem homosexuell veranlagten Menschen mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. (KKK 2357 und 2358)
  • Der heilige Apostel Paulus sagt: "Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers. (...) Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; ebenso gaben die Männer den natürlichen Vekehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung." (Röm 1, 25-27)

Tatsachen:

Nach den neuesten Angaben des Statistischen Bundesamtes werden in Deutschland jährlich mehr als 130.000 ungeborene Kinder im Mutterleib getötet ( die tatsächliche Zahl liegt weit höher ), 1997 wurden 96,5 % aller Abtreibungen aus sozialen oder finanziellen Gründen durchgeführt. Die jährlichen Abtreibungen auf der ganzen Erde übersteigen bei weitem die Zahl der durch den 2. Weltkrieg umgekommenen Menschen.

Was ist davon zu halten ?

Seit vielen Jahren wird das Thema Abtreibung in allen Teilen der Erde durch alle gesellschaftlichen Schichten hindurch diskutiert. Teilweise wird die Problematik so hochkompliziert behandelt, daß sich kaum noch jemand traut, klar und deutlich zu sagen: Abtreibung ist Mord, etwas in sich Schlechtes und absolut Verwerfliches. Das Gegenteil ist der Fall: in der Öffentlichkeit wird mit allen Mitteln versucht, die Abtreibung zu verharmlosen und zu normalisieren.Die allermeisten Staatsregierungen versagen kläglich, denn sie sind nicht in der Lage, das grundlegende Lebensrecht des Menschen ausreichend zu schützen: sie ahnden die kleinsten Verkehrsdelikte, bestrafen Vergehen gegen Pflanzen und Tiere mit teils empfindlichen Geldbußen, sie setzen sich energisch ein für die Rechte von Hühnern, Fröschen und Robben, aber nehmen es ohne Augenzwinkern hin, wenn ungeborene Kinder in den ersten drei Lebensmonaten getötet werden.Heute wird der Kirche immer wieder vorgeworfen, sie hätte im Nationalsozialismus deutlicher Widerstand leisten müssen. Dieser Vorwurf ist teilweise berechtigt und er wird auch in Zukunft teilweise berechtigt sein, wenn man der Kirche vorwirft, sie hätte deutlicher gegen das Unrecht der Abtreibung ankämpfen und einem Staatssystem Widerstand leisten müssen, das das Lebensrecht ungeborener Kinder mit Füßen tritt.

Argumentationshilfen: Zur Verteidigung des Lebensrechtes ungeborener Kinder

  • Kein Mensch auf dieser Erde ist jemals vor seiner Geburt gefragt worden, ob er leben möchte. Denn niemand hat ein Recht erhalten, sich selbst das Leben zu geben. So hat auch niemand das Recht, einem anderen das Leben zu zerstören.
  • Kein ernstzunehmender Naturwissenschaftler oder Mediziner bestreitet, daß die Existenz und die Entwicklung eines eigenständigen Menschen mit all seinen unverwechselbaren Anlagen unmittelbar nach der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt und ihm dadurch ein natürliches Lebensrecht zukommt.
  • Bei der Diskussion um die Abtreibung wird hauptsächlich aus der Sicht der Mutter argumentiert, nicht aber aus der Sicht des Kindes. Weil ein ungeborenes Kind schlecht argumentieren kann, es aber um sein Todesurteil geht, müßte man in jedem Fall den Rechtsgrundsatz walten lassen: "Im Zweifelsfall für den Angeklagten."
  • Bei der Diskussion um die Abtreibung wird oft ein problemfreies und angenehmes Lebensgefühl derMutter (und/oder des Vaters) angestrebt, aber kaum in Betracht gezogen, daß Probleme und Unangenehmes einfach zum Leben dazugehören und gelöst werden sollten. Wer meint, durch eineAbtreibung Probleme lösen zu können, wird bald merken, daß er sich dadurch neue Probleme schafft: sokann jemand, der ein wehrloses ungeborenes Kind tötet, z.B. schwere Schuldgefühle und Gewissensnöte bekommen, die ein ganzes Leben lang andauern und sich zu psychischen oder seelischen Krankheiten entwickeln können.
  • Für den in der Praxis äußerst seltenen Fall einer Schwangerschaft, die durch eine Vergewaltigungentsteht, gilt: Unrecht kann nicht durch Unrecht wiedergutgemacht werden. Was kann das Kind dafür, daß seine Mutter vergewaltigt wurde? Aus Liebe zu dem unschuldigen Kind und mit tatkräftiger menschlicher Unterstützung ist es nicht unmöglich, das Kind auszutragen und es gegebenenfalls zur Adoption freizugeben mit dem Fazit: die Mutter behält ein reines Gewissen, sie schenkt einem Menschen das Leben und erfüllt Adoptiveltern einen Herzenswunsch.

Die Aussagen im Katechismus der Katholischen Kirche (KKK)

  • Das menschliche Leben ist vom Augenblick der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen. Schon vom ersten Augenblick seines Daseins sind dem menschlichen Wesen die Rechte der Person zuzuerkennen, darunter das unverletzliche Recht jedes unschuldigen Wesens auf das Leben. Beim Propheten Jeremia heißt es: "Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt."(Jer 1,5) und in Psalm 139,15: "Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen" (KKK 2270).
  • Seit dem ersten Jahrhundert hat die Kirche es für moralisch verwerflich erklärt, eine Abtreibung herbeizuführen. Diese Lehre hat sich nicht geändert und ist unveränderlich. Eine direkte, das heißt eine als Ziel oder Mittel gewollte, Abtreibung stellt ein schweres Vergehen gegen das sittliche Gesetz dar. In der frühchristlichen Didache´ 2,2 heißt es: "Du sollst ... nicht abtreiben noch ein Neugeborenes töten". Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: "Gott der Herr des Lebens, hat nämlich den Menschen die hohe Aufgabe der Erhaltung des Lebens übertragen, die auf eine menschenwürdige Weise erfüllt werden muß. Das Leben ist daher von der Empfängnis an mit höchster Sorgfalt zu schützen. Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuungswürdige Verbrechen" (GS 51). (KKK 2271)
  • Die formelle Mitwirkung an einer Abtreibung ist ein schweres Vergehen. Die Kirche ahndet dieses Vergehen gegen das menschliche Leben mit der Kirchenstrafe der Exkommunikation. "Wer eine Abtreibung vornimmt, zieht sich mit erfolgter Ausführung die Tatstrafe der Exkommunikation zu" (CIC, can. 1398), so daß sie von selbst durch Begehen der Straftat eintritt" (CIC, can. 1314) unter den im Recht vorgesehenen Bedingungen (vgl. CIC, cann. 1323-1324). Die Kirche will dadurch die Barmherzigkeit nicht einengen; sie zeigt aber mit Nachdruck die Schwere desbegangenen Verbrechens und den nicht wieder gutzumachenden Schaden auf, der dem unschuldig getöteten Kind, seinen Eltern und der ganzen Gesellschaft angetan wird. (KKK 2272)

Die Abtreibungspille Mifegyne bzw. RU-486

Ob eine Abtreibung mechanisch durch einen Arzt oder durch Einnehmen einer Pille durchgeführt wird, ist letztlich für den Tatbestand der Tötung unerheblich. Die Abtreibungspille, die demnächst durch unsere Regierung zugelassen und auf dem "Markt" erhältlich sein wird, eröffnet eine ganz neue Dimension der Tötung ungeborener Kinder, denn:

  • Der Zugang zur Abtreibung wird erleichtert und damit zunehmend privatisiert. Die völlige Bagatellisierung der Abtreibung ist damit vorprogrammiert.
  • Die betroffene Frau wird noch mehr unter Druck gesetzt und muß sich früher als bei anderen Abtreibungsmethoden entscheiden.
  • Männer werden mit der Abtreibungspille noch mehr Möglichkeiten haben, jegliche Verantwortlichkeit für eine Schwangerschaft abzulehnen, womit sie betroffene Frauen gänzlich entwürdigen.
  • Bei einer Abtreibung mittels RU-486 wird die betroffene Frau selbst zur Vollstreckerin des Todesurteils über ihr ungeborenes Kind; der Arzt entzieht sich so seiner Verantwortung.

Der Vorstand der Vereinigung Katholischer Ärzte der Schweiz, der sich in oben beschriebener Weise öffentlich geäußert hat, stellt zusammenfassend fest, daß die Abtreibung mittels RU-486 die betroffene Frau in besonderer Weise isoliert. Ihrem Selbstverständnis entsprechend lehnt diese Vereinigung jede Form von Tötung menschlichen Lebens ab, dies gelte für diese Form der Abtreibung ganz besonders.

Tatkräftige Hilfe für schwangere Frauen in Not: "Vaterhaus e.V." und "Schwalbe e.V."

Diese Initiativen sind beispielhaft und nachahmenswert, um schwangeren Frauen in Not wirkungsvoll zu helfen. Durch den ehrenamtlichen Einsatz der Initiatoren konnten bislang mehrere Frauen von einer Abtreibung abgehalten und ermutigt werden, ihre Kinder zur Welt zu bringen. Vergelt’s Gott für diesen Dienst am Leben ungeborener Kinder und deren Mütter. Die Kontaktadressen lauten: Vaterhaus e.V., Karl-Schurz-Str.3,D-36041 Fulda, 0661-77769 / Schwalbe e.V., Steinfeldergasse 9, 50670 Köln, 0221-9123841

Tatsachen

In der gegenwärtigen Zeit ist nicht nur ein Rückgang der Gottesdienstbesucher zu verzeichnen, sondern auch die sonntägliche Arbeitsruhe immer mehr gefährdet. Schon seit vielen Jahren nimmt die profitorientierte Sonntagsarbeit zu; anfangs wurde sie den Arbeitern mit Sonderzulagen vergütet, mittlerweile gleicht sich der sonntägliche Lohn dem Wochentagslohn immer mehr an. In manchen Betrieben ist Sonntagsarbeit selbstverständlich geworden. Auch die in verschiedenen Städten schon zur Tradition gewordenen verkaufsoffenen Sonntage und die derzeitig diskutierten sonntäglichen Ladenöffnungszeiten sind bezeichnend für Entweihung des Sonntages.

Was ist davon zu halten ?

Weil Gott in unserer Zeit keine Mehrheit mehr hat und der Glaube an ihn schwindet, ist es nicht verwunderlich, daß man sein Gebot "Gedenke, daß du den Sabbat heiligst" mehrheitlich mißachtet. Doch wir Christen dürfen uns nicht vom Unglauben einer gesellschaftlichen Mehrheit bestimmen lassen. Wir sollen uns bemühen so zu leben, wie Gott es von uns erwartet. Dazu gehört im Hinblick auf die Sonntagsheiligung die gläubige Mitfeier des heiligen Meßopfers und die Arbeitsruhe zur Erholung für Körper und Seele. Was in unseren Kräften steht, können und sollen wir tun, um Zeichen zu setzen. Zum Beispiel dadurch, daß man sonntags bewußt keine Frühstücksbrötchen beim Bäcker holt, nicht an den Märkten verkaufsoffener Sonntage teilnimmt oder Kaufhäuser besucht, keine freiwillige Sonntagsarbeit tut, um mehr Lohn zu bekommen oder körperliche Arbeiten in Haus und Garten tut, die werktags getan werden sollten. Jeder von uns trägt Verantwortung für die Sonntagsheiligung. Wehret den Anfängen; eine Lawine, die ins Rollen kommt, ist kaum aufzuhalten. Unterstützt die derzeitige Entwicklung nicht und gebt ein christliches Beispiel !

Argumentationshilfen: Zur Verteidigung der Sonntagsheiligung

  • Der Mensch soll das tun, was Gott will. Und Gott will, daß wir den Sonntag heiligen durch die Mitfeier des heiligen Meßopfers und durch Einhaltung der Arbeitsruhe.
  • Der Sonntag ist der Auferstehungstag Christi, einzig Christus und der Kirche haben wir diesen Tag zu verdanken. Also müssen wir ihn auch so begehen, wie Christus und die Kirche es vorgibt.
  • Selbst wenn die Sonntagsheiligung dem ein oder anderen schwerfällt und unbequem erscheint, so bedenke man, was Gott alles für uns getan hat und tut. Medizin ist auch oft bitter, aber heilsam.
  • Mit dem ersten Tag der Woche, dem Sonntag, hat der Mensch die Gelegenheit, für Seele und Körper Kräfte zu sammeln. Nur wer ordentlich ruht, kann dann sechs Tage ordentlich arbeiten.
  • Der Sonntag ist auch der Tag der Familie. Wenn sonntags gearbeitet wird, leidet die Familie Schaden. Wenn die Familie nicht intakt ist, hat das negative Folgen für die Kinder und damit für die Zukunft der Kirche und des Staates. Die Heiligung des Sonntags ist von höchster Bedeutung.

Die Aussagen im Katechismus der Katholischen Kirche (KKK)

  • Jesus ist "am ersten Tag der Woche" (Mt 28,1; Mk 16,2; Lk 24,1; Joh 20,1) von den Toten auferstanden. Als der "erste Tag" erinnert der Tag der Auferstehung Christi an die erste Schöpfung. Als "achter Tag", der auf den Sabbat folgt, bedeutet er die mit der Auferstehung Christi angebrochene neue Schöpfung. Er ist für die Christen zum ersten aller Tage, zum ersten aller Feste geworden, zum "Tag des Herrn", zum Sonntag. (KKK 2174)
  • Die sonntägliche Eucharistie legt den Grund zum ganzen christlichen Leben und bestätigt es. Deshalb sind die Gläubigen verpflichtet, an den gebotenen Feiertagen an der Eucharistiefeier teilzunehmen, sofern sie nicht durch einen wichtigen Grund (z.B. wegen Krankheit, Betreuung von Säuglingen) entschuldigt oder durch ihren Pfarrer dispensiert sind. Wer diese Pflicht absichtlich versäumt, begeht eine schwere Sünde. (KKK 2181)
  • Dieser Brauch der christlichen Versammlung geht auf die Zeit der Apostel zurück (vgl. Apg 2,42-46; 1 Kor 11,17). Der Hebräerbrief ermahnt: "Laßt uns nicht unseren Zusammenkünften fernbleiben, wie es einigen zur Gewohnheit geworden ist, sondern ermuntert einander" (Hebr 10,25). (KKK 2178)
  • So wie Gott "ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte" (Gen 2,2), so erhält das Leben des Menschen durch die Arbeit und die Ruhe seinen Rhythmus. Die Einsetzung des Tages des Herrn trägt dazu bei, daß alle über genügend Zeit der Ruhe und der Muße verfügen, um ihr familiäres, kulturelles, gesellschaftliches und religiöses Leben zu pflegen. (KKK 2184)
  • Am Sonntag und an den anderen gebotenen Feiertagen sollen die Gläubigen keine Arbeiten und Tätigkeiten ausüben, die die schuldige Gottesverehrung, die Freude am Tag des Herrn, das Verrichten von Werken der Barmherzigkeit und die angemessene Erholung von Geist und Körper verhindern. Familienpflichten oder wichtige soziale Aufgaben entschuldigen rechtmäßig davon, das Gebot der Sonntagsruhe einzuhalten. Die Gläubigen sollen aber darauf achten, daß berechtigte Entschuldigungen nicht zu Gewohnheiten führen, die für die Gottesverehrung, das Familienleben und die Gesundheit nachteilig sind. (KKK 2185)
  • Die Christen sollen den Sonntag auch dadurch heiligen, daß sie ihren Angehörigen und Freunden die Zeit und Aufmerksamkeit schenken, die sie ihnen an den übrigen Tagen der Woche zu wenig widmen können. Der Sonntag ist ein Tag der Besinnung, der Stille, der Bildung und des Betrachtens, die das Wachstum des christlichen inneren Lebens fördern. (KKK 2186)

Tatsachen:

Papst Johannes Paul II. hat die deutschen Bischöfe im September 1999 unmissverständlich aufgefordert, endgültig aus der staatlichen Schwangerenkonfliktberatung auszusteigen und dass "die kirchlichen oder der Kirche zugeordneten Beratungsstellen keine Bescheinigung mehr ausstellen, die zur Durchführung straffreier Abtreibungen verwendet werden kann." Das Präsidium des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) reagierte darauf mit der Gründung des Vereins "DONUM VITAE". Absicht dieses Vereins ist es, sich weiterhin an der gesetzlichen Pflichtberatung mit Scheinvergabe zu beteiligen.

Dazu bittet man die Katholiken und alle Menschen in Deutschland unter Angabe einer Bankverbindung nachdrücklich um Unterstützung.

Was ist davon zu halten ?

Die Absicht des Vereins "DONUM VITAE", im gesetzlich geregelten Konzept der Pflichtberatung zu verbleiben, steht im absoluten Widerspruch zur Absicht des Papstes. Die Initiatoren von "DONUM VITAE" und alle, die den Verein unterstützen, setzen damit ein Zeichen des Protestes und des Ungehorsams gegen eine Weisung des Papstes und die damit zusammenhängende Sittenlehre, die er in Ausübung seines ordentlichen Lehramtes verkündigt (vgl. CIC, Can. 752). Bedauerlich ist, dass der öffentliche Ungehorsam gegen den Papst dem Ansehen und der Glaubwürdigkeit der deutschen Kirche schadet.  Andererseits wird dadurch die verborgene Spaltung der Kirche immer offensichtlicher und es zeigt sich, welches Geistes Kind manche innerkirchliche Organisationen sind.

Argumentationshilfen:

  •       Es gibt keinen vernünftigen Grund, weshalb Laien in der Kirche - sowohl einzeln wie auch in Organisationen etwas tun dürfen, was der Papst den Bischöfen, in deren Bistümern sie ja  wirken, eindeutig untersagt hat.
  •       "Der göttliche Beistand wird den Nachfolgern der Apostel, die in Gemeinschaft mit dem Nachfolger des Petrus lehren, und insbesondere dem Bischof von Rom, dem Hirten der ganzen Kirche, auch dann geschenkt, wenn sie zwar keine unfehlbare Definition vornehmen und sich nicht endgültig äußern, aber bei der Ausübung des ordentlichen Lehramtes eine Lehre vorlegen, die zu einem besseren Verständnis der Offenbarung in Fragen des Glaubens und der Sitten führt. Diesen authentischen Lehren müssen die Gläubigen „religiösen Gehorsam des Willens und des Verstandes leisten“ (LG 25), der sich zwar von der Glaubenszustimmung unterscheidet, sie aber unterstützt." (KKK 892)
  •       In den Pressemitteilungen des ZdK wird immer wieder darauf verwiesen, dass man angeblich die Mehrheit der Katholiken in Deutschland hinter sich wisse. Doch wenn etwas für das kirchliche Leben in den deutschen Bistümern von besonderer Wichtigkeit ist, entscheidet letztendlich und verbindlich der Papst, weil die Kirche nicht demokratisch, sondern hierarchisch verfasst ist.
  •       Nach Canon 215 des geltenden Kirchenrechtes ist es katholischen Gläubigen unbenommen, Vereinigungen bürgerlichen Rechtes frei zu gründen, zu leiten und Versammlungen abzuhalten. Doch müssen sie der "Caritas oder der Frömmigkeit oder der Förderung der christlichen Berufung" dienen und solches kann ja nicht darin bestehen, in einen Konfrontationskurs zu päpstlichen Weisungen und der damit zusammenhängenden Sittenlehre zu gehen.
  •       Wenn ein öffentlich-rechtlicher Verein wie "DONUM VITAE" Ziele vertritt, die im Gegensatz zur          kirchlichen Ordnung stehen, darf er keinerlei Kirchensteuermittel erhalten. 
  •       Den Namen "DONUM VITAE" hat man bewusst gewählt, weil die Glaubenskongregation 1987 unter gleichem Titel "DONUM VITAE" eine "Instruktion über die Achtung vor dem beginnenden Leben und die Würde der Fortpflanzung" herausgegeben hat. Hier wird zeichenhaft deutlich, dass sich gewisse Laienfunktionäre mit dem Lehramt der Kirche messen und eigene Wege einschlagen.
  •       Die Bezeichnung "DONUM VITAE" (= "Geschenk des Lebens") steht im Gegensatz zum Ziel des Vereins. Denn die Gründungsabsicht ist Beratung mit Scheinvergabe. Deshalb spricht Erzbischof Dyba von dem neugegründeten Verein als einem "DONUM MORTIS" (= "Geschenk des Todes").

Werden umstrittene Forderungen aufgegeben ?

Die Präsidentin der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) Magdalena Bogner und die Generalsekretärin Annette Rieks haben in ihrer Mitgliederzeitschrift "frau und mutter" vom Februar 2000 folgendes erklärt: "Im Mai 1999 hatten ca. 350 Delegierte aus allen Diözesanverbänden in den Leitlinien `99 in 17 Kapiteln Themen aufgegriffen, mit denen die Arbeit unseres Verbandes aktualisiert wird. (...) Zwei Forderungen aus Leitlinien `99 stießen bei vielen Mitgliedern der kfd, aber auch bei Bischöfen auf Kritik. (...): 'Alle Lebensformen von Frauen müssen als gleichwertig anerkannt werden (...)', 'Frauen soll der Zugang zu allen kirchlichen Ämtern offenstehen'. (...) Deshalb soll nun die außerordentliche Delegiertenversammlung im Mai 2000 die Voraussetzungen für eine breite Meinungsfindung schaffen, indem sie einen Beschluss herbeiführt, durch den die beiden umstrittenen Forderungen aus dem Text der Leitlinien '99 herausgenommen werden.

Diese Herausnahme soll signalisieren: Weil wir das Leben von Frauen realistisch in den Blick nehmen wollen, weil wir die Zukunft der Kirche von der gerechten Beteiligung von Frauen an ihren Diensten und Ämtern abhängig sehen, ist eine intensive und offene Auseinandersetzung mit diesen beiden Themenbereichen in der kfd nötig."

Wie ist diese Erklärung einzuschätzen ?

Wahrscheinlich geht man davon aus, dass Frauen in der kfd leicht hinters Licht geführt werden können. Denn zum einen möchte man offensichtlich auf der im Mai 2000 geplanten Delegiertenversammlung die beiden umstrittenen Forderungen aus den Leitlinien `99 herausnehmen, um die Gemüter zu beruhigen. Andererseits werden die Mitglieder aufgerufen, sich mit diesen Forderungen weiterhin intensiv und offen auseinanderzusetzen. Warum sollen die Forderungen denn aus den Leitlinien `99 entfernt werden ? Die Antwort kann nur lauten: um äußerlich zu verbergen, welche Absichten man wirklich verfolgt. Hier zeigt sich wieder einmal sehr deutlich die Zwiespältigkeit im Gefüge dieses Frauenverbandes. Es bleibt nur zu hoffen, dass immer mehr Frauen aufwachen und erkennen, dass man so nicht mit mündigen Christen umgehen kann.