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Apostolisches Glaubensbekenntnis – 6. Glaubenssatz

Wie heißt der sechste Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters"

Was ist der Kern des sechsten Glaubenssatzes ?

Im sechsten Glaubenssatz bekennen wir unseren Glauben an die wunderbare Himmelfahrt und die ewige Verherrlichung unseres Heilandes zur Rechten des Vaters. Herrlichkeit und Ehre hat ihm der Vater bereitet, Recht und Gerechtigkeit haben gesiegt. Mit großer Sehnsucht hat Jesus in der Nacht vor seinem Tod um diese Verherrlichung gefleht: "Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war." (Joh 17,5)

Was hat Jesus vierzig Tage nach seiner Auferstehung getan ?

Vierzig Tage nach seiner Auferstehung ist Jesus aus eigener Kraft mit Leib und Seele in den Himmel aufgefahren. "Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben" (Lk 24,51).

Wer ist mit Jesus in den Himmel eingegangen ?

Mit Jesus sind auch die Gerechten aus der Vorhölle in den Himmel eingegangen. Ein gewaltiger Chor von befreiten Seelen zog mit dem Auferstandenen in den Himmel ein. Was für ein Jubel erfüllte sie, als sie Gottes Herrlichkeit schauen durften und den Sieger über Sünde und Tod zum himmlischen Thron begleiteten. Jesus ist in den Himmel aufgefahren vom Ölberg aus, wo sein Leiden angefangen hat.

Wozu ist Jesus in den Himmel aufgefahren ?

Jesus ist in den Himmel aufgefahren erstens um auch als Mensch verherrlicht zu werden, zweitens um uns eine Wohnung zu bereiten und drittens um im Himmel unser Fürsprecher und Richter zu sein.

Was heißt "um auch als Mensch verherrlicht zu werden" ?

Wenn wir beten "er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters", dann heißt das: Jesus nimmt auch als Mensch teil an der göttlichen Macht und Herrlichkeit. Bis jetzt hatte er diese Verherrlichung als Mensch noch nicht. Er war erniedrigt durch Mühsal und Leiden, Anfeindung und Verhöhnung.

Was heißt "um uns eine Wohnung zu bereiten" ?

In seiner Abschiedsrede tröstete Jesus die betrübten Apostel mit den Worten: "Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten ?" (Joh 14,2) Die himmlischen Wohnungen sind unvorstellbar schöner als die schönsten Wohnungen, die wir uns auf dieser Erde einrichten können. "Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." (1 Kor 2,9)

Was heißt "um im Himmel unser Fürsprecher und Richter zu sein" ?

Im ersten Johannesbrief heißt es: "Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten. (1 Joh 2,1) Weil Jesus die Menschen von den Sünden erlöst hat, wird er auch über ihre Sünden richten. "Der Vater richtet niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen." (Joh 5,22) "Das Gericht ist erbarmungslos gegen den, der kein Erbarmen gezeigt hat. Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht." (Jak 2,13)

Inwiefern mahnt uns die Himmelfahrt Jesu Christi ?

Die Himmelfahrt Jesu Christi mahnt uns, unsere Herzen zum Himmel zu erheben. Der Himmel ist unser eigentliches Lebensziel, wir dürfen ihn nicht verlieren. Kein Mühe, kein Kampf, kein Opfer sei deshalb zu schwer. Jesus hat uns durch das Kreuz erlöst und deshalb dürfen wir das Kreuz nicht scheuen, es will uns nämlich zum ewigen Heil führen. "Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt." (Kol 3,1)