Springe zum Inhalt

Apostolisches Glaubensbekenntnis – 12. Glaubenssatz

Wie heißt der zwölfte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"Ich glaube an das ewige Leben."

Worin besteht der Kern dieser Glaubenswahrheit ?

Freudig bekennen wir im letzten Glaubenssatz: Es gibt ein ewiges Leben. Mit dem Tod ist nicht alles aus. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Wir werden nicht bloß auferstehen, sondern wir werden ewig leben. Großer Trost, unermessliche Hoffnung und siegreiche Kraft liegen in diesem Glauben.

Wohin kommt die Seele nach dem Tod ?

Nach dem Tod kommt die Seele sogleich vor Gottes Gericht. "Es ist dem Menschen bestimmt, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt." (Hebr 9,27)

Wie heißt dieses Gericht ?

Dieses Gericht heißt das besondere Gericht, weil jeder Mensch besonders gerichtet wird. Das besondere Gericht ist zu unterscheiden vom allgemeinen oder Weltgericht am Jüngsten Tag. Dann werden alle Menschen miteinander gerichtet (vgl. 7. Glaubenssatz).

Über was werden wir gerichtet ?

Wir müssen Rechenschaft ablegen über alles was wir im Leben gedacht, gesagt und getan bzw. was wir in Gedanken, Worten und Werken unterlassen haben.

Wohin kommt die Seele nach dem besonderen Gericht ?

Nach dem besonderen Gericht entscheidet Gott, ob die Seele in den Himmel, in das Fegefeuer oder in die Hölle kommt. Im besonderen Gericht wird das ewige Schicksal der Seele offenbar. Gott "wird jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen." (Röm 2,6)

Welche Seelen kommen in das Fegefeuer ?

In das Fegefeuer kommen die Seelen jener, die in der Gnade Gottes sterben, aber noch nicht frei sind von allen lässlichen Sünden und zeitlichen Sündenstrafen. "Aber nichts Unreines wird hineinkommen, keiner, der Greuel verübt und lügt. Nur die, die im Lebensbuch des Lammes eingetragen sind, werden eingelassen." (Offb 21,27) "Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast." (Mt 5,26)

Was leiden die Seelen im Fegefeuer ?

Die Seelen im Fegefeuer sehnen sich nach der Herrlichkeit Gottes und leiden große Schmerzen. Dass sie Gott nicht schauen dürfen, das ist die eigentliche Strafe der Seelen im Fegefeuer. Der heilige Augustinus sagt, dass die Leiden des Fegefeuers schwerer sind als alle Leiden in diesem Leben. Die Strafe ist gerecht, und ihre Größe richtet sich nach der Zahl und Schwere der Sünden, die noch nicht abgebüßt sind.

Woher wissen wir, dass es ein Fegefeuer gibt ?

Dass es eine Fegefeuer gibt, wissen wir aus dem beständigen Glauben der Kirche und der Heiligen Schrift. "Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten. Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit sterben. Ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden." (2 Makk 12,44-45)

Wer kommt in die Hölle ?

In die Hölle kommen alle, die in einer Todsünde sterben. Die Verdammten in der Hölle sind für immer von der Herrlichkeit Gottes ausgeschlossen und leiden entsetzliche Qualen im ewigen Feuer (vgl. Mt 25,41; Lk 16,26).

Wer kommt in den Himmel ?

In den Himmel kommen alle, die in der heiligmachenden Gnade sterben und frei sind von allen Sünden und Sündenstrafen. Die Seligen im Himmel schauen Gottes Herrlichkeit, sind frei von allen Übeln und genießen ewige Freude (vgl. 1 Kor 2,9; 1 Kor 13,12; Offb 21,4).