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Feminismus - Ziel der Frauenbewegung oder neue Ideologie?

Feminismus - Ziel der Frauenbewegung oder neue Ideologie?

 

I. Ideologie: Der Begriff und sein Inhalt

"Ideo-", das Bestimmungswort des Begriffs Ideologie, bedeutet "Begriff, Idee, Vorstellung". Das Wort selbst war ursprünglich seinem Inhalt nach neutral, bedeutete eine "Wissenschaftsrichtung", die "praktische Regeln für Erziehung, Ethik und Politik zu gewinnen suchte". Seit dem Beginn des 19. Jh.s bezeichnete der Begriff eine "weltfremde Theorie, eine unechte Weltanschauung"1. Philosophisch betrachtet, handelt es sich jeweils um "eine institutionell verfaßte, gruppenbezogene Wahrheitsüberzeugung, die ihre Kraft nicht Wahrheitsgründen verdankt, sondern praktischen Interessen ... eine scheinwissenschaftliche Interpretation der Wirklichkeit im Dienste einer praktisch-gesellschaftlichen Zielsetzung, die sie rückläufig legitimieren soll."2 Erwähnt werden soll auch noch die marxistische Auffassung, die "jede Weltanschauung Ideologie nennt, da sie nur Spiegelung der wirtschaftlichen Verhältnisse je einer Klasse sei"3, ausgenommen natürlich die marxistische Ideologie selbst. Vor diesem Hintergrund ist die Frage an den Feminismus zu richten, ob es ihm lediglich um die Erkämpfung von Menschenrechten für die Frauen geht, oder ob es sich hier bei dieser geistigen Strömung um eine "Weltanschauung" handelt, die alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zu erfassen sucht mit klaren politischen und sogar religiösen Zielen, mit totalitärem Wahrheitsanspruch, unabhängig und unkorrigierbar von der Realität.

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Der innerkirchliche Einfluß des Feminismus: praktische Auswirkungen und Folgen an Beispielen

 

Vortrag Osterakademie Kevelaer 2007

 

Der innerkirchliche Einfluß des Feminismus: praktische Auswirkungen und Folgen an Beispielen

Die katholische Kirche sieht sich einem seit Jahrzehnten wachsenden Aufstand der Frauen gegenüber. Er richtet sich – durch die veröffentlichte Medienmeinung unterstützt – vor allem gegen die hierarchischen Amtsträger und verwirft die bisherige geistlich-theologische Lehre und Praxis der katholischen Kirche. Außerdem wird dieser „Aufstand der Frauen“ von nicht wenigen Amtsträgern wenn auch nicht offen gefördert, so doch zumindest billigend toleriert. Man äußert Verständnis. "Frau" sei es eben leid, stets nur die untersten Positionen in der Kirche einzunehmen und sich für die Grundbedürfnisse der "Männerkirche" verschleißen zu lassen. Deshalb verlangt die Frauenlobby Teilhabe an Amt, Würden und Verantwortung, vor allem aber Mitbestimmung, denn „frau“ könne alles genauso gut, wenn nicht besser. Deshalb fühle sich "frau" massiv unterbewertet und diskriminiert, in ihrem Wesen und ihren Fähigkeiten mißachtet. Im Verhältnis zu den gesellschaftlichen Entwicklungen habe die katholische Kirche, vor allem deren Hierarchie, hier erheblichen Nachholbedarf. Überall sei "frau" auf dem Vormarsch - nur die katholische Kirche als letzter Hort eines überholten Patriarchalismus habe dies alles noch nicht verstanden und schließe "frau" vom Wesentlichen aus, nämlich von der Hierarchie und ihrer Macht.

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Maria - Urbild der Frau

Maria - Urbild der Frau

Einführung in das Thema:

Manchem mag das Thema dieser Abhandlung weit hergeholt erscheinen. Was hat Maria, wenn sie auch die Mutter Jesu Christi ist, mit uns heutigen Frauen zu tun? Wir sind unabhängig, selbstbewußt, wollen uns von der „Frauenrolle“ befreien, - jedenfalls, wenn man der veröffentlichten Meinung und dem Trend glaubt - fühlen uns als Konkurrenten der Männer, ja ihnen überlegen in vielerlei Hinsicht. Und dies alles nicht nur gesellschaftlich, auch theologisch haben sich die Frauen entdeckt, streben danach, ihre weibliche Erfahrung zur Grundlage der Theologie und ihres Gottesbildes zu machen, es zu verweiblichen, um endlich nur sie selbst zu sein, sich zu „verwirklichen“, ja sogar zu vergöttlichen. Dies ist greifbar und faßbar in der feministischen Theologie und den vielfältigen esoterischen Angeboten in unserer Gesellschaft. Wie paßt hierzu Maria, die sich selbst die Dienerin, die Magd Gottes, nennt, für viele - vielleicht inzwischen auch schon die Mehrheit in der Kirche - ein Bild des unselbständigen, abhängigen, Menschen, der zur Reflexion der eigenen Fähigkeiten und zu kreativer Tätigkeit unfähig ist, denn Dienst steht bei uns nicht hoch im Kurs.

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Systemtheorie und Paradigmenwechsel - Auswirkungen auf Menschenbild, Familie, Erziehung

Systemtheorie und Paradigmenwechsel

 

Auswirkungen auf Menschenbild, Familie, Erziehung


1. Teil: Theoretische Grundlagen

a) Einführung

Jeder wissenschaftlichen Forschung liegt eine spezifische Fragestellung, Hypothese genannt, voraus. Sie entsteht aufgrund theoriegeleiteter Annahmen über einen Sachverhalt, der der Erklärung bedarf. Die Methoden, die zu ihrer Untersuchung angewandt werden, sind, grob gesagt, Induktion und Deduktion. Deduktion schließt das jeweils Besondere aus dem Allgemeinen, Induktion dagegen geht vom Besonderen aus und schließt von ihm aus auf das Allgemeine. Ziel dieses Verfahrens ist der „methodisch vorgenommene Versuch der Erkenntnisgewinnung“1, d.h. Verifikation oder Falsifikation des hypothetischen Ansatzes. Das Ergebnis ist damit von jedem überprüfbar und muß sich unter gleichen Bedingungen in gleicher Weise wiederholen lassen.

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Johannes Paul II. und die Frauen

Johannes Paul II. und die Frauen

Einleitung:

Der Titel meines Vortrages klingt etwas „verdächtig“, aber die Frage nach den Ansichten des Papstes über Frauen ist nicht nur lohnend, sondern für uns aufschlußreich. Denn unser Papst hat eine „schlechte Presse“, das weiß jeder von uns, der die „Szene“ beobachtet, und da ist es stets vernünftig, nach dem zu fragen, was er wirklich von uns Frauen hält, was er wirklich zu uns und über uns sagt bzw. welche Folgen das alles tatsächlich für uns hat.

Die Bereiche, in denen an unserem Papst besonders von interessierter Frauenseite viel Kritik geübt wird, sind leicht auszumachen. Da ist vor allem und zuerst seine Haltung zu Sexualität und Empfängnisverhütung. Sie gilt als „frauenfeindlich“ und nicht selten schiebt man ihm dafür auch die Schuld an unerwünschten Schwangerschaften und darauf folgenden Abtreibungen in die Schuhe, die dann auf diese Auffassung zurückgeführt werden. Glaubt man der Kritik aus dieser Richtung, so ist die gesamte Dritte Welt nur aus diesem Grunde überbevölkert, obwohl die Katholiken dort eine absolute Minderheit sind und sehr viele aus dieser Minderheit sich ohnehin nicht daran halten.

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